Dresden - Was als Party-Abend begann, endete mit Vergewaltigung: Am Freitag verurteilte das Dresdner Landgericht den Syrer Ali A. (24) wegen Vergewaltigung zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft.
Die Richterin war überzeugt, dass sich der Mann über den erkennbaren Willen seines betrunkenen Opfers (21) hinweggesetzt hatte.
Vier Freunde wollten am 20. Januar 2024 in der Dresdner Neustadt feiern, glühten dabei heftig vor. Dabei kamen sich Ali und sein späteres Opfer näher, küssten sich einvernehmlich. Doch dann endete die Zustimmung.
"Der Tatort ist als 'Meth-Toilette' bekannt", so die Richterin. "Das ist für Menschen, die auf Hygiene achten, kein angenehmer Ort. Für die Frau war es ein Ort, wo man Drogen einnimmt, für sie war es kein Ort, wo man sich sexuell einlässt."
Genau das hatte Ali aber behauptet. Dagegen sprach, dass sich das Opfer sofort danach Hilfe suchte. "Sie haben sich über ihren erkennbaren Willen hinweggesetzt", so die Richterin.
"Es ist kein Freibrief, wenn eine Frau Küsse gibt, dass sie zu allem bereit ist."