Tochter geboxt und geschlagen: Richter verurteilt Mutter zu Anti-Aggressionstraining

Dresden - Wegen ihrer rabiaten "Erziehungsmethoden" muss Jenny P. (34) zum Anti-Aggressionstraining. Laut Amtsrichter hatte sie mit ihrer Zwillingsschwester Nadine S. ihr eigenes Kind vermöbelt (TAG24 berichtete).

Jenny P. (34) wurde so rabiat gegen ihre Tochter, dass sie vor dem Amtsrichter musste.
Jenny P. (34) wurde so rabiat gegen ihre Tochter, dass sie vor dem Amtsrichter musste.  © Peter Schulze

Jennys Tochter Lisa (Name geändert, damals 15), laut Jenny "schwer erziehbar", war mal wieder zu einem Freund und dessen Familie ausgebüxt. "Die sind nicht gut für sie. Wir holten Lisa dort wieder ab", erklärte die Mutter verharmlosend. 

Laut Anklage schubste, boxte und schlug sie ihre Tochter, riss ihr an den Haaren. Später hockte sie sich auf das Kind und würgte es. Auch die Tante habe Lisa eine Ohrfeige verpasst.

Im Prozess beschuldigten sich die Schwestern, die beide angaben, Friseusen zu sein, gegenseitig. 

Lisa sagte zwar nicht gegen die rabiate Verwandtschaft aus. Aber die Familie, bei der die Schwestern aufgekreuzt waren. 

Danach war der Richter von der Schuld der Angeklagten überzeugt. 


Nadine S. (34), Tante des geschlagenen Kindes, langte ebenfalls zu.
Nadine S. (34), Tante des geschlagenen Kindes, langte ebenfalls zu.  © Peter Schulze

Folge: Mutter Jenny bekam neun Monate Haft, ausgesetzt auf Bewährung. Dafür muss sie zum Anti-Aggressionstraining. Schwester Nadine muss 1560 Euro zahlen.

Titelfoto: Peter Schulze

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