Dresden - Hat er seine Bekannten ins Krankenhaus oder sogar in den Tod geschickt? Am 13. Juni 2023 lieferte sich Schleuser Gasan P. (25) mit sieben Türken auf der Ladefläche eine Verfolgungsjagd mit der Bundespolizei über die Autobahn 17, überschlug sich mehrfach.
Einer Türkin (44) kostete dies das Leben, sechs weitere wurden zum Teil schwerst verletzt. Organisiert haben soll die Todesfahrt der Türke Abbas Ali T. (26). Dieser muss sich nun seit Mittwoch vor dem Dresdner Landgericht verantworten.
Schon im März 2024 schickte das Dresdner Landgericht den Georgier Gasan P. lebenslänglich wegen Mordes und versuchten Mordes in sieben Fällen hinter Gitter.
Nach der Todesfahrt bei Bahretal konnte er aus dem Auto fliehen, wurde aber durch Spürhunde geschnappt. Erst 2025 wurde dagegen Abbas Ali T. in Frankreich geschnappt. Er sitzt seit 15. Januar 2026 in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Fahrer und die Flüchtlinge zusammengebracht und die Fahrzeuge organisiert zu haben. Am 13. Juli 2023 soll er gleich zwei Transporter und ein Pilotfahrzeug über die Grenze geschickt, dabei sowohl zu den Geschleusten als auch zu den Fahrern Kontakt gehalten haben. Mindestens 20 Personen sollen so geschleust worden sein.
Die Anklage geht davon aus, dass er dafür 5000 bis 10.000 Euro kassierte.
Schleuser-Prozess wird fortgesetzt
Abbas Ali T. äußerte sich am Mittwoch nicht zu der Tat, ließ aber über seinen Anwalt erklären, dass ihm das Geschehen sehr leidtue. Fünf der Insassen des Todes-Transporters, der mit 105 Kilometern pro Stunde durch einen Zaun bretterte, habe er persönlich gekannt, sie stammten aus demselben Dorf wie er.
Der Prozess wird fortgesetzt.