Wann fällt das Urteil im Prozess um mutmaßliche Killer-Witwe?

Dresden - Der Prozess gegen die mutmaßliche Killer-Witwe könnte bald ein Ende finden! Seit Juni wird bereits am Landgericht Dresden gegen Ramona B. (53) wegen Mordes verhandelt.

Ramona B. (53) will sich im Januar zu ihrem bisherigen Lebenslauf äußern.  © Ove Landgraf

Sie soll ihren Gatten, den Insolvenz-Anwalt Peter B. (†76), überfahren haben, um ans millionenschwere Erbe zu kommen. Der mitangeklagte Hausmeister Claus T. (76) soll ihr das Tatauto, einen Mercedes GLK, besorgt haben.

Im Prozess wird mit harten Bandagen gekämpft - es kommen immer neue schmutzige Details ans Licht.

Langsam biegt der Fall aber auf die Zielgerade ein. Seit nunmehr 25 Verhandlungstagen schweigt Ramona. Ihre Anwälte bestreiten die Vorwürfe, unterstellen Claus die Tat.

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Der wiederum will das Auto lediglich für eine "illegale Treibjagd" besorgt haben. Von Ramonas "teuflischem Plan" habe der Hausmeister nichts gewusst.

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Hausmeister Claus T. (76) sitzt seit Oktober 2024 in U-Haft.  © Ove Landgraf

Dresden: Ramona B. will sich vor Gericht äußern

In U-Haft sitzt er dennoch weiterhin, obwohl seine Verteidiger mehrfach dessen Entlassung forderten. Ein Grund könnte die Aussage eines Ex-Lebensgefährten (51) und Geschäftspartners von Ramona gewesen sein. Den hatte die Angeklagte verlassen, als sie mit Peter anbandelte. Es kam zum Zoff um Geschäftsunterlagen. Auch da mischte Claus mit, half Ramona.

Der Streit eskalierte so, dass die Polizei kam.

Der Prozess, in dem die Kammer bereits drei Befangenheitsanträge abschmetterte und sich der Chef-Richter sogar eine Strafanzeige einfing (inzwischen eingestellt), geht im Januar weiter.

Ramona kündigte an, sich am nächsten Verhandlungstag endlich zu ihrem Lebenslauf zu äußern. Damit könnte sich die Beweisaufnahme dem Ende neigen. Bislang sind noch acht Prozesstage geplant, bevor Ende Februar ein Urteil fallen könnte.

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