Drei Männer in Wettbüro niedergeschossen: 34-Jähriger verurteilt
Gießen - Gut ein Jahr nach Schüssen in einem Wettbüro im mittelhessischen Gießen ist der Angeklagte am Montagmorgen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden.
Der 34-Jährige sei unter anderem der gefährlichen Körperverletzung in drei tateinheitlichen Fällen schuldig, teilte das Landgericht Gießen mit.
Der Mann wurde demnach außerdem dafür schuldig gesprochen, in Tateinheit mit der Körperverletzung vorsätzlich und unerlaubt eine halbautomatische Kurzwaffe zum Verschießen von Patronenmunition geführt zu haben. Er muss die Kosten des Verfahrens tragen und bleibt in Haft - wie auch schon die vergangenen beinahe zwölf Monate.
Angeklagt gewesen war der Mann wegen versuchten heimtückischen Mordes, gefährlicher Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Er hatte am 11. Oktober 2025 das Wettbüro am zentralen Gießener Marktplatz betreten und dort nach Darstellung der Staatsanwaltschaft vier Schüsse abgegeben. Dadurch wurden demnach drei Männer im Alter von 16, 27 und 40 Jahren verletzt: Sie erlitten durch die Schüsse Verletzungen an den Beinen und am Oberkörper.
Die auf der Flucht entsorgte Tatwaffe wurde später in einer Mülltonne gefunden. Einsatzkräfte nahmen den Schützen noch am selben Abend fest. In dem Verfahren wurden unter anderem Aufnahmen einer Überwachungskamera des Wettbüros gesichtet.
Titelfoto: 5VISION.NEWS
