Eigenes Geschäft überfallen? Prozess um ungewöhnlichen Raub gestartet

Hanau - Ein Mann soll sich bei einem Raubüberfall als Opfer ausgegeben und eine Kollegin eingesperrt haben, während er mit einem Mittäter den Tresor leer räumte. Nun steht er vor Gericht.

Im südhessischen Hanau soll ein Mann ein Geschäft überfallen haben, in dem er selbst angestellt war. (Symbolfoto)
Im südhessischen Hanau soll ein Mann ein Geschäft überfallen haben, in dem er selbst angestellt war. (Symbolfoto)  © Arne Dedert/dpa

Vor dem Hanauer Landgericht hat am Montag ein Prozess um einen ungewöhnlichen Raubüberfall begonnen. Angeklagt ist ein Mann, der im vergangenen April ein Geschäft in der Hanauer Innenstadt überfallen haben soll, in dem er beschäftigt war.

Laut Anklage soll er sich mit einem bislang unbekannten Mittäter zu der Tat verabredet haben. Der mit einer Karnevalsmaske getarnte Mittäter soll dem 41-jährigen Angeklagten und dessen Kollegin vor der Ladenöffnung aufgelauert und unter Waffenandrohung die Herausgabe von Geld gefordert haben.

Der Anklage zufolge überredete der 41-Jährige anschließend seine Kollegin, sich in einem Lagerraum einschließen zu lassen, während er - angeblich unter Zwang - dem Mittäter den Tresor öffnete. Erbeutet wurden knapp 21.000 Euro Bargeld.

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Der Mittäter flüchtete unerkannt. Nach dessen Flucht soll der Angeklagte seine Kollegin befreit und als vermeintliches Opfer die Polizei alarmiert haben.

Die Anklage wirft ihm schweren Raub und Freiheitsberaubung vor. Das Landgericht hat zunächst zwei weitere Termine angesetzt.

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