Längere Haft für Physiklehrer: Er missbrauchte eine Schülerin und verging sich am eigenen Baby

Von Marco Rauch

Köln - Weil er unter anderem eine Schülerin im Unterricht missbraucht und sein eigenes Baby vergewaltigt hat, ist die Haftstrafe gegen einen Kölner Physiklehrer am Landgericht verlängert worden.

Nach einer Neuverhandlung am Kölner Landgericht wurde die Strafe gegen den Physiklehrer auf fünf Jahre und drei Monate angehoben. (Symbolbild)  © Federico Gambarini/dpa

Er muss für fünf Jahre und drei Monate in Haft, wie das Landgericht mitteilte. Die Haftstrafe lag zuvor bei drei Jahren und zehn Monaten und wurde im Dezember 2024 ausgesprochen.

Der Bundesgerichtshof hatte jedoch den Schuldspruch korrigiert, weil einzelne Taten lediglich als Versuche gewertet worden waren, tatsächlich aber vollzogen worden sind. Daher kam es zu einer Neuverhandlung, teilte das Landgericht mit.

Der Lehrer hatte die Verbrechen demnach noch während seiner Zeit als Vertretungslehrer an einem Gymnasium begangen.

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Er knüpfte zu einer damals 16-jährigen Schülerin eine sexuelle Beziehung und missbrauchte das Mädchen während einer laufenden Unterrichtsstunde, indem er ein per Fernbedienung gesteuertes Sexspielzeug aktivierte.

Das Gericht wertete dies als sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen.

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Chats mit Kindern, um an Nacktbilder zu kommen

Die Ermittler waren dem Mann erst 2024 nach einem eingegangenen Hinweis auf die Spur gekommen.  © Monika Skolimowska/dpa

Darüber hinaus soll der Mann in Online-Chats wiederholt Kontakt zu Kindern gesucht, sich als Gleichaltriger ausgegeben und Mädchen psychisch unter Druck gesetzt haben, um an Nacktaufnahmen zu gelangen.

Nicht alle Kinder kamen seinen Forderungen nach. Die schwerste Tat beging er nach der Geburt seiner Tochter im Jahr 2022: Als das Baby elf Monate alt war, vergewaltigte er es und fertigte Fotos an.

Die Ermittler waren dem Mann erst 2024 auf die Spur gekommen, nachdem ein Hinweis eingegangen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sein Lehramtsstudium nach wiederholtem Scheitern im Staatsexamen schließlich doch abgeschlossen und war als Studienrat tätig.

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