Sie hielten WG-Mitbewohnerin (†) als Sklavin: Jetzt sind die Hammer-Urteile da!

Köln - Vor dem Landgericht Köln hat am heutigen Montag der Prozess um vier Mitglieder der "Folter-WG" aus dem Stadtteil Höhenberg ein spektakuläres Ende gefunden!

Vor dem Kölner Landgericht sorgte der nun abgeschlossene Fall für Entsetzen.
Vor dem Kölner Landgericht sorgte der nun abgeschlossene Fall für Entsetzen.  © Federico Gambarini/dpa

Nachdem das Trio bestehend aus zwei Schwestern im Alter von 35 und 32 Jahren sowie dem 31-jährigen Lebensgefährten der älteren Angeklagten im April und Mai des Jahres 2020 eine 21-Jährige zu Tode gequält hatte, fielen nun sämtliche Urteile!

Alle drei wurden wegen Mordes zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

Auch der Ex-Freund (28) der Verstorbenen, von dem sich die junge Frau kurz vor den Misshandlungen getrennt hatte, muss viereinhalb Jahre hinter Gitter.

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Für das Paar wurde über die lebenslange Haft hinaus ebenso eine anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet.

Während der Urteilsverkündung sprach die zuständige Richterin von einem "menschlichen Abgrund".

"Dass Menschen derartiges tun, erfülle die Kammer mit Entsetzen", erklärte sie.

Prozess in Köln: Grausame Details schockieren

Drei der vier Angeklagten müssen fortan lebenslang hinter Gittern.
Drei der vier Angeklagten müssen fortan lebenslang hinter Gittern.  © Federico Gambarini/dpa

Einzig den 28-Jährigen, den das Gericht als intelligenzgemindert ansieht, sah die Richterin als weiteres Opfer der grausamen Taten an.

Das Trio um ihn selbst hatte versucht, ihm die Tat anzuhängen und seine Wohnung, in der er zuvor mit der Ex-Freundin gelebt hatte, zu übernehmen.

Der Fall hatte bereits in den vergangenen Monaten für reichlich Medienwirbel gesorgt. Die 21-Jährige soll demnach nach der Trennung wie eine Sklavin gehalten und erheblich misshandelt worden sein.

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Sie soll dabei mit einer Hundeleine ausgepeitscht, mit Stahlkappenschuhen getreten und mit Fäusten geschlagen worden sein. Auf die Toilette durfte sie nur mit Erlaubnis, um Essen und Trinken muss die junge Frau dem Vernehmen nach gebettelt haben.

Verstieß sie gegen die Regeln, musste sie unter anderem den Boden ablecken und andere Drangsalierungen über sich ergehen lassen. Die junge Frau konnte am 28. April 2023 von der Polizei befreit werden.

Am 6. Juli verstarb sie jedoch an multiplem Organversagen in einem Kölner Krankenhaus.

Erstmeldung vom 5. Februar, 17.35 Uhr. Aktualisiert um 18.02 Uhr

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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