Femizid bleibt Femizid: Urteil im Mordfall Jessica (†30) ist rechtskräftig

Leipzig - Bis zuletzt hatte er gegen seine Verurteilung gekämpft - doch jetzt ist sie rechtskräftig. Marcus K. (42), der am 21. Mai 2024 in Leipzig seine ehemalige Lebensgefährtin Jessica S. (†30) im Schlaf erstach, muss lebenslang hinter Gitter.

Marcus K. (42) muss ins Gefängnis, seine Revision scheiterte.
Marcus K. (42) muss ins Gefängnis, seine Revision scheiterte.  © Ralf Seegers

Seine Revision gegen das im Juni vorigen Jahres ergangene Mord-Urteil des Leipziger Landgerichts lehnte der Bundesgerichtshof (BGH) diese Woche ab.

Eine Nachprüfung des Urteils habe keine Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben, erklärten die Richter des 5. BGH-Strafsenats.

Im Prozess am Landgericht hatte der Fliesenleger das Geschehen als eine Mischung aus Notwehr und Unfall dargestellt, gar behauptet, von Jessica angegriffen worden zu sein.

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Das Gericht hielt diese Version jedoch für abwegig und ging anhand der Spurenlage sowie des rechtsmedizinischen Gutachtens von einem heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen aus.

Jessica S. (†30) starb im Mai 2024, weil Marcus K. nicht ertragen konnte, dass sie sich von ihm getrennt hatte.
Jessica S. (†30) starb im Mai 2024, weil Marcus K. nicht ertragen konnte, dass sie sich von ihm getrennt hatte.  © privat

Markus K. habe seine Ex-Partnerin nicht gehen lassen, ihr kein Leben mit einem neuen Mann zubilligen wollen, führte die Kammer damals aus. Der BGH sah es nun ebenso.

Titelfoto: Bildmontage: Ralf Seegers, privat

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