Freispruch nach zweifacher Messer-Attacke in Leipziger Schwulen-Bar

Leipzig - Im Prozess wegen des versuchten Mordes in einer Leipziger Bar ist der Angeklagte freigesprochen worden. Das bestätigte Gerichtssprecher Hans Jagenlauf auf TAG24-Anfrage.

Richard C. (35) ist vom Vorwurf des versuchten Mordes freigesprochen worden.  © Silvio Bürger

Der 35-jährige Richard C. hatte den Abend des 12. September 2025 in der bei Homosexuellen beliebten Szene-Kneipe "Cocks" in der Otto-Schill-Straße verbracht und war dort zufällig auf seine Ex-Affäre Nils M. (51) getroffen.

Diesen hatte der Angeklagte von hinten angesprungen und ihm mit einem mitgebrachten Messer am Hals verletzt.

Später stach C. seinem Opfer, dessen Wunde gerade an der Bar versorgt wurde, vor allen Anwesenden in den Bauch. Der 35-Jährige hatte den von der Staatsanwaltschaft geschilderten Ablauf bestätigt.

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Die Staatsanwaltschaft ging von Heimtücke und niedrigen Beweggründen aus. Verteidigerin Andrea Liebscher hingegen sprach von einer Schizophrenie ihres Mandanten und einem "emotionalen Ausnahmezustand am Tiefpunkt seines Lebens".

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Aufgrund der psychischen Erkrankung des gebürtigen Iren ging sie von einer verminderten oder keiner Schuldfähigkeit aus. Letztere wurde am Donnerstag gerichtlich bestätigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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