Nach Gewalt-Eskalation beim Ostderby: FCM-Fan muss mehrere Jahre lang hinter Gitter

Magdeburg - Die Krawalle rund um das Ostderby zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden haben jetzt weitere Konsequenzen. Ein 29-jähriger FCM-Fan muss für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Nach den Ausschreitungen beim Ostderby im Januar musste sich ein 29-jähriger FCM-Fan vor dem Landgericht Magdeburg verantworten.  © Christopher Kissmann/dpa

Wie der MDR berichtet, verurteilte das Landgericht Magdeburg den Mann am Donnerstag wegen schwerer Körperverletzung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Dabei stand für ihn ursprünglich sogar noch deutlich mehr auf dem Spiel. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm versuchten Mord vorgeworfen und sechs Jahre Gefängnis gefordert.

Die Verteidigung plädierte jedoch auf eine zweijährige Bewährungsstrafe.

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Hintergrund des Prozesses sind die schweren Ausschreitungen beim Ostderby vom 24. Januar 2026. Damals war es beim Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Fans und der Polizei gekommen. Die Situation eskalierte.

Polizisten wurden unter anderem mit Steinen und Pyrotechnik angegriffen. Insgesamt erlitten 77 Einsatzkräfte Verletzungen, 17 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

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FCM-Fan zeigt vor Gericht Reue

Insgesamt erlitten 77 Einsatzkräfte Verletzungen, 17 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. (Archivbild)  © Andreas Gora/dpa

Der heute 29-jährige Angeklagte soll an den Krawallen beteiligt gewesen sein. Er hatte während der Ausschreitungen eine kiloschwere Betonplatte in Richtung der Polizisten geworfen.

Diese traf einen Beamten am Helm und verletzte ihn am Kopf. Der Polizist erlitt eine Platzwunde und war anschließend zwei Wochen lang nicht fähig zu arbeiten.

Die folgenschweren Krawalle wurden damals auf mehreren Videos festgehalten und konnten im weiteren Verlauf als Beweismittel genutzt werden.

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Bereits im Juli hatte der Täter vor Gericht eingeräumt, den Stein geworfen zu haben. Gleichzeitig entschuldigte er sich bei den betroffenen Beamten.

Den Vorwurf des versuchten Mordes wies der Mann allerdings zurück. Dem verletzten Polizisten zahlte er zudem 2000 Euro Schmerzensgeld.

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