Prozess gegen Magdeburger Amokfahrer: "Es ist drin in meinem Kopf" - weitere Zeugen sagen aus

Von Dörthe Hein

Magdeburg - Im Prozess zum Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt haben weitere Zeugen ausgesagt.

Attentäter Taleb A. (51) sitzt während der Verhandlung in einer extra gesicherten Kabine.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Ein 62 Jahre alter Mann sagte aus, er habe auf dem Weihnachtsmarkt gearbeitet und wollte Seife und Toilettenpapier holen, als das Tatfahrzeug zwei bis drei Meter an ihm vorbeigefahren sei.

"Ich habe einfach nicht geglaubt, was ich gesehen habe." Leute seien durch die Luft geflogen, der Wagen habe beschleunigt, sei in Schlängellinien gefahren. Heute schlafe er nur noch zwei, drei Stunden. "Es ist drin in meinem Kopf, und das wird wohl auch so bleiben."

Das Landgericht Magdeburg hört derzeit Betroffene, die beim Anschlag nicht direkt körperlich verletzt wurden, aber psychische Folgen davongetragen haben.

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Viele berichteten, dass sie Angst vor Menschenmengen haben und sie meiden, dass bestimmte Geräusche Angst bei ihnen auslösen und sie schlecht schlafen.

Es war der 26. Verhandlungstag gegen den Todesfahrer vom Weihnachtsmarkt, Taleb A. (51). Laut Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg lenkte der damals 50-Jährige am 20. Dezember 2024 einen PS-starken Mietwagen mit bis zu 48 Kilometern pro Stunde über den Weihnachtsmarkt.

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Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben. Mehr als 300 Menschen wurden teils schwerst verletzt. Die Anklage wirft A. unter anderem sechsfachen Mord und versuchten Mord in 338 Fällen vor.

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