Regensburger Ex-OB Wolbergs wieder wegen Parteispenden vor Gericht

Von Ute Wessels

München - Der frühere Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (55) steht erneut vor Gericht.

Joachim Wolbergs (55), früherer Oberbürgermeister von Regensburg, sitzt im Verhandlungssaal des Münchner Landgerichts.  © Armin Weigel/dpa

Verhandelt wird über Parteispenden aus der Baubranche für den Kommunalwahlkampf 2014. Wolbergs war bis 2019 Mitglied der SPD.

Der Prozess vor dem Landgericht München I ist eine teilweise Neuverhandlung des zehnmonatigen Verfahrens vor dem Landgericht Regensburg in den Jahren 2018/19. Der Vorwurf lautet Vorteilsnahme.

Mit eindringlichen Worten schilderte der 55-Jährige, wie der Wahlkampf damals organisiert war und wie er die Ermittlungen und Gerichtsverfahren erlebte.

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Er sei blauäugig gewesen, sagte er. Sein Verteidiger kritisierte die Rechtslage bei Parteispenden auf kommunaler Ebene. Diese entspreche nicht der Lebenswirklichkeit.

Der Kommunalpolitiker war 2019 wegen Vorteilsnahme verurteilt worden, aber straffrei geblieben.

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Der Prozess gegen Joachim Wolbergs (55) wird in München neu aufgerollt.  © Armin Weigel/dpa

Von weiteren Vorwürfen wurde er freigesprochen. Dieses Urteil hatte der Bundesgerichtshof (BGH) im November 2021 in Teilen aufgehoben.

Weil es als zu milde beanstandet wurde, verwies der BGH zur Neuverhandlung an eine Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München I. Es sind 13 Verhandlungstage bis Mai anberaumt.

Nach dem Prozess 2018/19 hatte es 2020 vor dem Landgericht Regensburg ein zweites Verfahren im Kontext des Kommunalwahlkampfes 2014 gegeben.

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Dieses endete mit einer Verurteilung wegen eines Falles der Bestechlichkeit zu einer einjährigen Bewährungsstrafe - in Gänze bestätigt vom BGH im November 2021.

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