32-Jährige schlägt Ehemann mit Hammer nieder und hält ihn gefangen

Von Frank Christiansen

Düsseldorf – Eine 32-jährige Frau soll mit einem Komplizen ihren Ehemann schwer misshandelt und gefangen gehalten haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft der 32-Jährigen unter anderem gefährliche Körperverletzung und erpresserischen Menschenraub vor. (Symbolbild)
Die Staatsanwaltschaft wirft der 32-Jährigen unter anderem gefährliche Körperverletzung und erpresserischen Menschenraub vor. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Vom kommenden Mittwoch an sitzt sie am Düsseldorfer Landgericht auf der Anklagebank.

Ihr werden von der Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung, erpresserischer Menschenraub und schwerer Raub vorgeworfen, wie das Gericht mitteilte.

Den Ermittlungen zufolge soll sie ihren Ehemann unter einem Vorwand in eine Düsseldorfer Wohnung gelockt und ihm dort von hinten einen Hammer auf den Kopf geschlagen haben.

Versuchter Mord: Mutmaßliche Linksextremisten jagen Nazis und attackieren sie mit Hammer
Gerichtsprozesse NRW Versuchter Mord: Mutmaßliche Linksextremisten jagen Nazis und attackieren sie mit Hammer

Der Komplize soll das Opfer mehrfach mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen und ihm ein Knie ins Gesicht gestoßen haben. Währenddessen habe die Angeklagte die Wohnungstür verschlossen, um eine Flucht zu verhindern.

Anschließend soll das Duo den Ehemann mit Kabelbindern und einem Gurt gefesselt und ihm Bargeld sowie persönliche Dokumente abgenommen haben. Aus dem Portemonnaie seien nach Angaben der Ermittler 2000 Euro entnommen worden.

Zudem habe die Angeklagte aus dem Auto des Mannes eine Aktentasche mit rund 30.000 Euro Bargeld sowie Fahrzeugschlüssel und -papiere an sich genommen.

Ehemann flüchtet in Friseursalon

Der Ehemann sei danach in einen abgedunkelten Raum gebracht und an Steinsäcke gefesselt worden. Der Komplize seiner Frau habe ihm angekündigt, dass er den nächsten Tag nicht überleben werde.

Am folgenden Mittag habe der Bewacher aber die Wohnung kurzzeitig verlassen. In dieser Zeit habe sich der Mann befreien und in einen nahegelegenen Friseursalon retten können.

Das Landgericht hat für den Prozess fünf Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse NRW: