Ausgefuchste Betrüger vor Gericht: Sechs Männer ergaunern mit Phishing-Trick Mega-Summe

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Von Heike Zafar, Maurice Hossinger

Münster - Mit Phishing zur Mega-Summe! In Münster hat am heutigen Montag der Prozess gegen eine mutmaßliche Betrügerbande aus dem Ruhrpott begonnen.

Im Internet gaben sich die Angeklagten als Bank-Mitarbeiter aus, vor Gericht verdeckten sie ihre Gesichter.
Im Internet gaben sich die Angeklagten als Bank-Mitarbeiter aus, vor Gericht verdeckten sie ihre Gesichter.  © Lars Berg/dpa

Laut Staatsanwaltschaft sollen sich die sechs Angeklagten aus Gelsenkirchen, Essen und Recklinghausen zunächst die Kontodaten ihrer Opfer besorgt und so mehr als 180.000 Euro (!) ergaunert haben.

Die Opfer hätten zunächst nichts Auffälliges bemerkt. Über eine täuschend ähnlich aussehende, aber gefälschte Internetseite der Volksbank sollen sich die Mitglieder der Bande im Alter zwischen 19 und 61 Jahren zunächst Zugang zu den Kontodaten von Betroffenen aus ganz Deutschland verschafft haben.

Später soll sich einer der Männer als angeblicher Bankberater telefonisch bei den Betroffenen gemeldet und sie dazu veranlasst haben, ein paralleles Online-Konto anzulegen. Über diese Konten sollen die Angeklagten dann unter anderem Rolex-Uhren und andere Luxusartikel gekauft haben.

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Bei Hausdurchsuchungen hatte die Polizei große Geldsummen gefunden. Bei einem der Angeklagten fanden die Ermittler 5000 Euro unter dem Backofen. Der Vater eines der Männer ist der sechste Angeklagte in diesem Verfahren. Bei ihm fanden Beamte bei einer Hausdurchsuchung 90.000 Euro unter dem Bett - Geld, das er für seinen Sohn dort versteckt haben soll, um ihn zu schützen. 

Welches Strafmaß fällt der deutsche Staat im September gegen die sechs Angeklagten?
Welches Strafmaß fällt der deutsche Staat im September gegen die sechs Angeklagten?  © Lars Berg/dpa

Die Opfer sollen um Beträge zwischen 1000 und 60.000 Euro betrogen worden sein. Zum Prozessauftakt hat sich keiner der Männer zu den Vorwürfen geäußert, einige haben aber Aussagen für den kommenden Prozesstermin angekündigt.

Drei der Männer befinden sich derzeit in Untersuchungshaft, die drei weiteren sind auf freiem Fuß.

Titelfoto: Lars Berg/dpa

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