Von Martin Höke
Düsseldorf - Im Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke auf offener Straße ist ein 49-Jähriger zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Das Gericht in Düsseldorf fällte am Ende das Urteil von vier Jahren Haft gegen den Angeklagten.
Er habe Ende Oktober 2025 in Düsseldorf den neuen Partner seiner Ex-Freundin auf offener Straße angegriffen und schwer verletzt. Das 46 Jahre alte Opfer sei dabei durch mehrere Stiche getroffen worden und habe potenziell lebensgefährliche Verletzungen erlitten.
Der deutsche Angeklagte hatte die Tat im Prozess eingeräumt, jedoch bestritten, dass er sein Opfer töten wollte.
Er habe dem Nebenbuhler lediglich "eine Lektion erteilen" wollen, hatte er ausgesagt. Das Gericht glaubte ihm nicht und geht von einem fehlgeschlagenen Tötungsversuch aus.
Die Frau hatte sich wenige Monate vor der Tat nach einer langjährigen Beziehung von dem 49-Jährigen getrennt. Am Tattag waren die beiden Männer zunächst in der gemeinsamen Wohnung in Streit geraten, in der das Ex-Paar nach wie vor wohnte.
Später habe der Angeklagte ein Küchenmesser genommen und den Rivalen auf der Straße attackiert.
Die Staatsanwältin hatte dreieinhalb Jahre Haft beantragt, der Nebenkläger sechs Jahre. Der Verteidiger hatte sich für eine milde Strafe ausgesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.