Waffe entrissen und Polizistin angeschossen: Schütze von Prüm kommt vor den Haftrichter

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Von Birgit Reichert

Prüm - Der Mann, der am Dienstag in Prüm (Rheinland-Pfalz) mit einer an sich gerissenen Polizeiwaffe eine Polizistin angeschossen hat, wird im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt. Wie er an die Dienstwaffe gelangte, ist weiterhin unklar.

Nach dem Schuss auf eine Polizistin in Prüm steht der 25-jährige Täter noch am Mittwoch vor dem Landgericht Trier.
Nach dem Schuss auf eine Polizistin in Prüm steht der 25-jährige Täter noch am Mittwoch vor dem Landgericht Trier.  © Harald Tittel/dpa

Die Staatsanwaltschaft habe einen Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdelikts beantragt, teilte eine Sprecherin der Polizei in Trier mit.

Der 25-Jährige war am Dienstagabend nach einem Großeinsatz in der Eifelstadt in einem Waldstück festgenommen worden.

Der mutmaßliche Schütze hatte die Dienstwaffe aus dem Holster eines Polizeibeamten gerissen. Wie das passieren konnte, müsse noch ermittelt werden, sagte die Sprecherin.

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"Es gibt eine Sicherheitsvorkehrung am Holster für die Waffe, damit man sie eben nicht einfach so rausziehen kann." Wie es dem Tatverdächtigen gelang, an die Waffe zu kommen, sei noch unklar.

Nach Angaben von Polizeisprecher Uwe Konz hatte der Tatverdächtige Widerstand geleistet, als die Polizisten ihn im Kurpark festhalten wollten. Zuvor soll der Mann in einer Arztpraxis randaliert haben. 

"Es kam dann zum Gerangel mit anderen Kollegen, die vor Ort waren, und man hat dann versucht, die Person zu Boden zu bringen, um sie dann letztendlich einer Personenüberprüfung zu unterziehen und die Hintergründe zu klären", sagte Konz. Bei diesem "Infight" (Nahkampf) habe der 25-Jährige die Waffe "irgendwie zu greifen" bekommen und sie aus dem Holster gerissen.

Weiterer Polizeikollege erleidet Knalltrauma

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz und konnte den Täter in einem Waldstück festnehmen.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz und konnte den Täter in einem Waldstück festnehmen.  © Kevin Schößler/dpa

"Wir müssen noch überprüfen, wie das funktionieren konnte", sagte Konz. Im Besitz der Waffe habe der Mann dann unmittelbar in Richtung auch der Kollegen geschossen. Dabei wurde die Polizistin durch einen Schuss in den Oberschenkel verletzt. 

Sie sei im Krankenhaus operiert worden und befinde sich nicht in Lebensgefahr. "Es geht ihr im Moment den Umständen entsprechend."

Ihr Kollege habe ein Knalltrauma durch die Schüsse in unmittelbarer Nähe erlitten. Auch er sei leicht verletzt, sagte Konz.

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Der Verdächtige war in Richtung eines angrenzenden Waldes geflüchtet, er wurde im Zuge einer Fahndung dann festgenommen.

Der polizeibekannte 25-Jährige habe dabei keinen Widerstand geleistet, sagte eine Polizeisprecherin. Insgesamt seien rund 300 Polizeikräfte im Einsatz gewesen.

Titelfoto: Montage: Harald Tittel/dpa, Kevin Schößler/dpa

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