Fußgängerin (†43) mitten in der Stadt überfahren: Muss 22-Jähriger nach Berufungsprozess ins Gefängnis?

Halle (Saale) - Im Berufungsprozess um den Tod einer Frau, die mitten in der Stadt überfahren wurde, wird am Montag mit einem Urteil gerechnet.

Der Berufungsprozess gegen einen 22-Jährigen vor dem Landgericht Halle steht vor dem Abschluss. (Archivbild)
Der Berufungsprozess gegen einen 22-Jährigen vor dem Landgericht Halle steht vor dem Abschluss. (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Wie ein Sprecher des Landgerichts weiter sagte, werden zunächst die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung sowie das Urteil erwartet.

Angeklagt ist ein heute 22-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht.

Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

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Die 43-Jährige war im Dezember 2019 von einem Auto erfasst und so schwer verletzt worden, dass sie wenig später starb.

Im Prozess sollte geklärt werden, ob die Fußgängerin wegen eines illegalen Autorennens des Angeklagten ums Leben kam.

Das Amtsgericht Halle hatte den Angeklagten Anfang dieses Jahres wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt - nach dem Jugendstrafrecht.

Dagegen legte die Nebenklage Berufung ein.

Der Fall wurde vor dem Landgericht neu verhandelt. Die Nebenklage vertritt die Familie der Frau.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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