Kein Mordversuch, trotzdem lange Haft: Mann wandert nach Überfall auf Bäckerkundin für Jahre hinter Gitter

Von Dörthe Hein

Dessau-Roßlau - Diese Strafe sitzt: Das Landgericht Dessau-Roßlau hat einen Mann aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld wegen besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu acht Jahren Haft verurteilt.

Es wird einige Jahre dauern, bis der Verurteilte wieder in die Freiheit darf. (Symbolbild)  © 123RF/bogdanvj

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 33-Jährige im Januar 2024 in Bitterfeld eine Frau überfiel, die zuvor Brote bei einem Bäcker gekauft hatte.

Der maskierte Mann forderte Bargeld, anschließend stach er mit einem Messer auf sein Opfer ein. Die Frau erlitt eine tiefe Stichverletzung im Oberkörper.

Mit ihrem Urteil folgte die Kammer weitgehend den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer acht Jahre und sieben Monate Haft gefordert. Die Nebenklage, die das Opfer vertritt, sah eine Gefängnisstrafe von neun Jahren als angemessen an.

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Dagegen hatte die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Der Mann aus Raguhn-Jeßnitz bestritt die Tat während des Prozesses. Unmittelbar nach der Urteilsverkündung wurde gegen den 33-Jährigen Haftbefehl erlassen.

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Der Prozess hatte im Februar am Landgericht Dessau-Roßlau begonnen. Vom ursprünglichen Vorwurf eines versuchten Mordes aus Habgier war die Kammer abgerückt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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