Er hatte eine riesige Cannabis-Plantage in Sachsen: "Haschbaron" kommt mit Bewährung davon

Chemnitz/Leisnig - Rauschgiftfahnder machten im Februar in Mittelsachsen einen Riesen-Fund: In einem mehrstöckigen Haus in Leisnig entdeckten die Ordnungshüter auf mehreren Etagen eine groß angelegte Cannabis-Plantage. Deren Betreiber kam nun haarscharf um den Knast herum.

Plantagen-Betreiber Volodymyr K. (44, M.) war vor Gericht geständig.  © Harry Härtel/Haertelpress

Was die Staatsanwaltschaft aufzählte, hatte es in sich: Bei der Razzia am 10. Februar wurden  388 Cannabis-Pflanzen entdeckt, von denen 176 bereits abgeerntet waren. Die gesamte Masse der Pflanzen betrug 127 Kilogramm, der THC-Gehalt liegt bei fast vier Kilogramm.

"Das Cannabis war nach der Ernte zum gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmt", so die Anklage. Richterin Jaqueline Neubert-Rockel war beeindruckt von der Professionalität des "Haschbarons", mit der die Cannabis-Plantage aufgebaut und gepflegt wurde: "Mancher Gärtner wäre stolz, wenn seine Pflanzen so stehen", so die Juristin.

Volodymyr K. (44) hielt sich während der Razzia in dem Haus auf - er sitzt seit dem Tag in U-Haft. Verteidigerin Varvara Kaufmann sagte zu Beginn der Verhandlung am Chemnitzer Amtsgericht: "Er wird ein Geständnis abgegeben im Sinne der Anklage."

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Weitere Aussagen über Hintermänner und Drogenbosse machte der Ukrainer jedoch nicht - auch weil er um die Sicherheit seiner Familie fürchtet, wenn er Namen preisgibt.

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Fast 1400 Cannabis-Pflanzen wurden sichergestellt.  © Polizei Chemnitz

"Haschbaron" darf Gericht als freier Mann verlassen

Mehrere Polizeieinheiten führten die Razzia am 10. Februar durch.  © EHL Media

Ihr Mandant sei nur ein "kleiner Fisch", so Kaufmann. Als Motiv für den Plantagen-Anbau gab Volodymyr finanzielle Schwierigkeiten durch Unterhaltszahlungen an seine Kinder an.

Der studierte Buchhalter, der in Deutschland als Pfleger arbeitet, durfte am Mittwoch das Gericht als freier Mann verlassen: Er kam mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung knapp ums Gefängnis herum.

Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre.

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