Kind auf Straße angesprochen und Geld für Sex geboten: Hat dieser Sachse eine Zwölfjährige vergewaltigt?
Zwickau/Plauen - Harald W. (47) soll ein Mädchen (damals zwölf bis 13 Jahre alt) auf der Straße angesprochen und regelmäßig zu sich nach Hause genommen haben. Dort missbrauchte er die Kleine laut Anklage aufs Übelste und bot ihr Geld für sexuelle Dienste. Seit Mittwoch muss sich der mutmaßliche Kinderschänder vor Gericht verantworten.
Harald W. soll das Mädchen im Juli 2025 auf einer Straße in Plauen (Vogtland) angesprochen und ihm versprochen haben, "er werde auf sie aufpassen", so die Staatsanwaltschaft.
Was er damit meinte, musste das 2012 geborene Mädchen leidvoll erfahren: In der Wohnung des Angeklagten soll der gelernte Maurer sein Opfer viele Male missbraucht und vergewaltigt haben.
So soll Harald dem Mädchen für sexuelle Dienstleistungen Geld geboten haben: Fürs Küssen gab es fünf Euro, für Oralverkehr zehn Euro. Insgesamt wird dem Mann schwerer sexueller Missbrauch in 18 Fällen zur Last gelegt, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Missbrauch in 51 Fällen.
Überdies soll Harald eine Vielzahl kinderpornografischer Bilder hergestellt und besessen haben. Das Grauen dauerte bis Januar dieses Jahres. Seitdem sitzt der Angeklagte in U-Haft.
Der Prozess gegen Harald W. dauert an
Nach einem Rechtsgespräch verkündete der Vorsitzende der Jugendkammer des Zwickauer Landgerichts, Dr. Jörg Burmeister (53), dass im Falle eines Geständnisses dem Angeklagten fünf bis sechs Jahre Haft blühen. Falls er sich nicht einlässt, könnte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe beantragen, die nicht unter sieben Jahren liegt.
Harald zog es am Mittwoch vor zu schweigen, könnte sich allerdings im Laufe der Verhandlung noch äußern. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, Max Baumberg
