Kundinnen vergewaltigt? Gericht bietet "Deal" an: Fünf Jahre Haft - aber nur, wenn der Masseur gesteht

Zwickau - Masseur Hüseyin C. (48) soll im Dienst über ein Dutzend Frauen begrapscht und sogar vergewaltigt haben. Während des Prozesses am Zwickauer Landgericht sagen immer mehr Betroffene gegen den Angeklagten aus. Der schlug am Donnerstag einen Deal aus.

Für Masseur Hüseyin C. (48, r.) dürfte es eng werden.  © Sven Gleisberg

"Ich wollte niemanden verletzen, niemandem wehtun", beteuerte Hüseyin vor Gericht. Doch langsam dürfte es für den ehemaligen Massagestudio-Betreiber eng werden.

Eine Zeugin sagte zum Beispiel aus, dass der Nackenbereich und der Lendenwirbel massiert werden sollte. Dabei soll der Angeklagte prompt unter das Höschen in den Schritt gefasst haben.

Bei einer anderen Kundin habe Hüseyin angeboten, abends eine Extra-Schicht für sie einzulegen, wo man mehr Zeit hätte. Zudem soll er einer anderen Kundin eine Ganzkörper-Massage vergünstigt angeboten haben.

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Einer anderen Frau soll er einen Klaps auf den Hintern gegeben haben, nachdem die Massage beendet war. Während der Massage soll er die Hand einer Kundin angefasst und zu seinem Schritt gezogen haben. Dort konnte die Betroffene das Glied des Witwers fühlen. Er gab an, dass es sich um sein Portemonnaie gehandelt habe ...

Am Donnerstag wurde nach einem Rechtsgespräch verkündet, dass dem Angeklagten im Fall eines Geständnisses rund fünf Jahre Haft blühen - ein Entgegenkommen der Kammer, was den Betroffenen die Aussage vor der Kammer erspart hätte.

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Darauf ließ sich der türkische Staatsbürger jedoch nicht ein. Im Fall einer Verurteilung dürfte die Haftstrafe um einiges höher liegen. Am Freitag wird der Prozess fortgesetzt.

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