Was für ein Drama! Junge Mama soll ihr Baby versehentlich im Schlaf getötet haben
Plauen - Es ist ein unfassbar tragischer Fall: Josephin S. (22) soll ihr drei Monate altes Baby im Schlaf versehentlich getötet haben. Der Prozess um fahrlässige Tötung sollte am Freitag am Amtsgericht Plauen eigentlich starten - doch weil die Angeklagte Verpflichtungen versäumte, wird die Verhandlung vertagt.
Was konkret am Tattag passiert ist, konnte beim Prozessauftakt nicht vorgetragen werden, da die Anklage nicht verlesen werden konnte und es somit auch zu keiner Verhandlung kam.
Laut Amtsgericht soll Josephin am 13. Juni 2024 mit ihrem damals drei Monate alten Baby auf dem Sofa geschlafen haben. Dabei wurde die Luftzufuhr des Säuglings abgeschnitten, sodass dieser starb. Währenddessen soll die Angeklagte geschlafen haben.
So tragisch das Geschehen war, so ungehalten war Richterin Ilona Stange (64) , als die Sitzung eigentlich losgehen sollte. Denn Josephin hatte die Anklage bereits im November 2025 zugeschickt bekommen - und ihrem Psychologen, bei dem sie seit dem Geschehen vorstellig ist, nicht gesagt, dass sie in einem Strafverfahren ist.
Noch gewichtiger: Bereits zwei Verteidiger der Angeklagten legten das Mandat nieder, sodass sie ohne Anwalt erschien.
Die Folge: "Ohne Verteidiger möchte ich nicht verhandeln", so Juristin Stange. Die aufgelöste Angeklagte beteuerte am Freitag, dass sie es psychisch nicht schaffen würde. "Es geht nicht darum, Ihnen irgendetwas Böses zu tun. Aber das hier muss zu Ende gebracht werden", erklärte Stange im Hinblick auf die Aufklärung des Falls.
Josephin wird nun Gelegenheit gegeben, sich einen neuen Verteidiger zu suchen. Danach wird ein neues Verfahren angesetzt.
Titelfoto: privat
