Zwickauer wegen Vergewaltigung vor Gericht: Befingerte der Masseur ahnungslose Kundinnen?

Zwickau - Sein Job war es, sich um Menschen zu kümmern. Doch laut Staatsanwaltschaft ging Masseur Hüseyin C. (48) bei 13 Frauen viel zu weit: Er soll sexuell übergriffig geworden sein und drei sogar vergewaltigt haben. Beim Prozessauftakt am Montag wies der Angeklagte alle Vorwürfe von sich - und witterte einen Komplott.

Hüseyin C. (48, M.) soll sich an über einem Dutzend Kundinnen vergangen haben.  © Sven Gleisberg

20 Jahre arbeitete Hüseyin C. als Masseur. Während dieser Zeit kamen laut seiner Aussage 2000 bis 3000 Patientinnen zu ihm, um sich zu entspannen. Doch seit dem 22. Januar befindet sich der Türke, der ein Studio in der Zwickauer Innenstadt betrieb, in U-Haft.

Bei der Aufzählung stockt einem der Atem: In einem Fall soll Hüseyin C. bei einer Frau unvermittelt zwischen die Beine gefasst und die Klitoris massiert haben. Gleichzeitig soll er eine Hand der Frau ergriffen haben.

"Diese führte er zu seinem erigierten Glied", so Staatsanwältin Jennifer Steffens (30). Danach soll er mit dem Finger in die Geschädigte eingedrungen sein.

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Eine andere Frau wurde laut Anklage bereits am Anfang stutzig, als sie aufgefordert wurde, sich für eine Rücken- und Fußmassage vollständig auszuziehen.

Die folgenden Handlungen ließ sie, wie auch die anderen Geschädigten, über sich ergehen.

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Prozess in Zwickau: Angeklagter spricht von "Komplott"

Der Angeklagte hielt dagegen: "Die hat sich das ausgedacht", sagte er bei einer Geschädigten. Bei zwei anderen war seine These: "Das ist ein Komplott!"

Dann legte Hüseyin dem Gericht teils haarsträubende Behauptungen vor: So sollen die Opfer seinen erigierten Penis mit seinem Portemonnaie verwechselt haben, das er immer in seiner Tasche getragen habe.

Für den Prozess sind fünf weitere Verhandlungstage geplant. Am Donnerstag geht es weiter.

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