Kinderpornografie! Bewährungsstrafe für Priester aus dem Bistum Erfurt

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Von Sarah Knorr

Erfurt/Duderstadt - Ein Priester aus dem Bistum Erfurt ist wegen Besitzes und Weitergabe von Abbildungen, die teilweise den schweren sexuellen Missbrauch von Kindern darstellen, am Amtsgericht in Duderstadt (Niedersachsen) zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Ein Priester aus dem Bistum Erfurt wurde wegen Kinderpornografie verurteilt. (Symbolfoto)
Ein Priester aus dem Bistum Erfurt wurde wegen Kinderpornografie verurteilt. (Symbolfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

Das Gericht verhängte zudem eine Zahlung von 3000 Euro an den Kinderschutzbund Göttingen, wie ein Sprecher des Amtsgerichts sagte. Zudem müsse der Mann seine Therapie fortsetzen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. 

Gegenstand der Anklage war demnach der Besitz und die Weitergabe kinder- und jugendpornografischer Inhalte im Zeitraum von 2019 bis 2022.

Nach Angaben des Sprechers wurde der Mann am 24. März dieses Jahres angeklagt, am Dienstag wurde das Urteil gesprochen. 

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Der Angeklagte und sein Verteidiger verzichteten demnach auf Rechtsmittel. Sofern keine Berufung eingelegt wird, ist das Urteil nach einer Woche rechtskräftig.

Da der Mann in Niedersachsen wohnt, ist das Amtsgericht Duderstadt zuständig, wie der Sprecher sagte.

Der Prozess fand am Amtsgericht Duderstadt statt.
Der Prozess fand am Amtsgericht Duderstadt statt.  © Swen Pförtner/dpa

Kirchenrechtliche Entscheidung fällt in Rom

Wie es nun mit dem Priester weitergeht, soll im Vatikan entschieden werden.
Wie es nun mit dem Priester weitergeht, soll im Vatikan entschieden werden.  © Andrew Medichini/AP/dpa

Laut Bistum Erfurt informierte die Polizeiinspektion Göttingen die Bistumsleitung am 30. März 2022 über die Beschlagnahmung elektronischer Geräte des Angeklagten.

Daraufhin sei der Mann bis zur Klärung der Vorwürfe vom geistlichen Dienst freigestellt worden. Zudem wurden ihm kirchliche Amtshandlungen verboten. Im Mai 2022 sei ein kirchenrechtliches Verfahren eingeleitet worden. 

Dieses ruht derzeit, da der Ausgang des Verfahrens am Amtsgericht abgewartet wurde, wie der Gerichtssprecher sagte.

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Sobald die Untersuchungen auf Bistumsebene abgeschlossen sind, werden die Akten laut Bistum an den Vatikan übermittelt. Die kirchenrechtliche Entscheidung werde dann in Rom getroffen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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