Hausdurchsuchungen wegen Betrug mit Angelurlauben in Norwegen

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Sachsen/Niedersachsen - Am 1. Juli 2024 erhielten Angelurlauber überraschend Post: "Die Zusammenarbeit mit Dintur Reisevermittlung GmbH mussten wir leider aus gewichtigen Gründen mit sofortiger Wirkung beenden", schreibt die Dintur AS. "Wir bitten um Ihr Verständnis darum, dass wir aufgrund der Sachlage zum jetzigen Zeitpunkt nicht näher auf die Gründe für diese Entscheidung eingehen können." Jedoch äußerte sich jetzt die Staatsanwaltschaft: Demnach sollen die Vermittler aus Dresden die Norweger um über eine Million Euro betrogen haben.

Unter dem Deckmantel, Angelreisen nach Norwegen zu vertreiben, verursachten die fünf Männer einen Schaden in Millionenhöhe. (Symbolfoto)
Unter dem Deckmantel, Angelreisen nach Norwegen zu vertreiben, verursachten die fünf Männer einen Schaden in Millionenhöhe. (Symbolfoto)  © 123RF/janajanina

Am Dienstagmorgen schlugen die Ermittler zu: Rund 150 Beamte durchsuchten Wohnungen und Geschäftsräume von Matthias U. (54), Andree H. (52), Andreas S. (45), Sven L. (54) und Stefan V. (56).

Letzterer hat mittlerweile die norwegische Staatsbürgerschaft angenommen, soll nur Mitarbeiter gewesen sein.

Die restlichen vier waren zusammen bis 7. Oktober 2024 Gesellschafter der Firma, dann übertrugen alle ihre Anteile auf Geschäftsführer Matthias U.

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Doch was sollen die Männer getan haben?

"Den Beschuldigten liegt banden- und gewerbsmäßiger Betrug zum Nachteil einer norwegischen Gesellschaft zur Last", erklärt Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (50).

Bande verursacht 1,3 Millionen Euro Gesamtschaden

Am Dienstag durchsuchte die Polizei die Dintur in Dresden.
Am Dienstag durchsuchte die Polizei die Dintur in Dresden.  © Eric Münch

Sie sollen als Handelsvertreter für die Norweger Angelreisen vermittelt, dabei entgegen des Vertrags aber auch das Geld kassiert haben.

Unter Ausnutzung unterschiedlicher Wechselkurse sollen sie dann nur einen Teil weitergeleitet und sich den Rest eingesteckt haben.

Bis 2024 sollen so 1,3 Millionen Euro verschwunden sein.

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Auf Anfrage von TAG24 äußerten sich die Beschuldigten nicht zu den Vorwürfen, die Ermittlungen dauern an.

Auch in den niedersächsischen Städten Stuhr, Winsen und Delmenhorst wurden Räumlichkeiten durchsucht.

Erstmeldung 12.15 Uhr, zuletzt aktualisiert: 16.51 Uhr

Titelfoto: Eric Münch

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