Junge will nicht aus der Kita gehen, da schlägt Vater ihm in die Magengrube

Von Martin Höke

Düsseldorf - Weil er seinen fünfjährigen Sohn vor dem Kindergarten in Düsseldorf in die Magengrube geschlagen hat, ist ein 45 Jahre alter Vater zu 4200 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Vor dem Düsseldorfer Amtsgericht musste sich am Mittwoch (27. Mai) ein 45-Jähriger verantworten, weil er seinen kleinen Sohn vor einer Kita geschlagen haben soll. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Das Amtsgericht sprach den Mann wegen vorsätzlicher Körperverletzung schuldig. Er hatte die Tat im Prozess eingeräumt.

Nach Gerichtsangaben ereignete sich der Vorfall am 12. Dezember 2024 vor einer Kita in einem Bürogebäude. Nachdem die Mutter den Sohn nicht aus der Einrichtung habe bewegen können, habe sie ihren Mann gebeten.

Eine Überwachungskamera zeichnete den Vorfall auf: Auf dem Video ist zu sehen, wie sich das Kind gegen das Anziehen der Jacke wehrt. Daraufhin schlägt der Vater zu. Der Junge krümmt sich danach vor Schmerzen und fällt mehrfach hin.

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Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes beobachtete den Vorfall. Die Kita-Leitung verständigte schließlich die Polizei. Laut Anklage stritt der Vater den Schlag zunächst ab.

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Der inzwischen sechs Jahre alte Junge lebt nach Angaben des Verteidigers inzwischen bei den Großeltern. Die Eltern hätten nur noch begleiteten Umgang mit ihrem Sohn. Sein Mandant habe sich professionelle Hilfe gesucht und besuche einen Antigewaltkurs für Eltern.

Die Staatsanwältin hatte 5900 Euro Strafe gefordert, der Verteidiger 2400 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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