Düsseldorf - Drei Jahre nach Start verdeckter Ermittlungen haben am Mittwoch bei einem 42-Jährigen in Düsseldorf die Handschellen geklickt.
Laut Staatsanwaltschaft soll der Bulgare Kopf einer international agierenden Gruppierung aus Osteuropa sein, die sich im Laufe der Jahre auf gewerbs- und bandenmäßigen Betrug spezialisiert habe.
Bei den Ermittlungen geht es auch um Unterschlagung, Schwarzarbeit und Geldwäsche.
Die sukzessiv aufgebaute Gruppe soll seit 2020 ein komplexes Netzwerk an Scheinfirmen errichtet haben. Durch erstellte Scheinrechnungen sollen im Anschluss Leasingautos, Baumaterialien, Metalle, Baumaschinen und andere Fahrzeuge angemietet worden sein, um sie später in Deutschland oder im Ausland an Dritte zu verkaufen.
Nach Angaben der Justiz belaufe sich der entstandene Schaden auf circa 2,5 Millionen Euro. Dem Staat hingegen sollen rund 2,8 Millionen Euro entgangen sein.
Parallel zu den in Düsseldorf und Gelsenkirchen stattgefundenen Durchsuchungen seien auch in Bulgarien Durchsuchungen über die Bühne gegangen. Auch dort habe es weitere Festnahmen von Verdächtigen gegeben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Hauptverantwortlich für die umfangreichen und intensiven Ermittlungen der Ermittlergruppe "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" ist die Staatsanwaltschaft Köln in Zusammenarbeit von Kriminalpolizei und Hauptzollamt.
Insgesamt seien 25 Beschuldigte zentraler Bestandteil der betrügerischen Truppe. Die Ermittlungen dauern daher weiter an.