71.000 Videos! Frauen heimlich auf öffentlichem WC gefilmt

Malaga (Spanien) - In Malaga wurden ein Mann (44) und eine Frau (31) festgenommen. Beide hatten in einer öffentlichen Toilette eines Einkaufszentrums Minikameras installiert. Mehr als 71.000 Videos wurden beschlagnahmt.

Die ahnungslosen Opfer wurden heimlich auf öffentlichen Toiletten gefilmt. (Symbolbild)
Die ahnungslosen Opfer wurden heimlich auf öffentlichen Toiletten gefilmt. (Symbolbild)  © 123rf.com/Marcel Derweduwen

Die geheimen Aufnahmen wurden mit kleinen Geräten gemacht, die wie Lufterfrischer aussahen und jeweils neben der Toilettentür platziert waren. Die Kameras enthielten zudem einen Bewegungsmelder und eine Speicherkarte.

Die Polizei nahm die 31-Jährige und den 44-Jährigen - ihr Onkel - am Freitagmorgen fest. Die versteckten Kameras wurden bereits am 17. Januar entdeckt, berichtet "Murcia today". Einer Kundin waren die "seltsamen Geräte" aufgefallen.

Im Laufe der ersten Untersuchungen kam heraus, dass die beiden Festgenommenen auf diese Weise 71.080 Videos in verschiedenen Einrichtungen der Region aufgenommen hatten, darunter städtische Toiletten, in Restaurants und Universitäten.

Auf einem der Filme konnte auch die Verdächtige selbst schließlich identifiziert werden.

Nach der Festnahme der Verdächtigen wurden ihre Häuser durchsucht und 71.080 Videos von Frauen in öffentlichen Toiletten gefunden.

Sexfilme und kinderpornographisches Material gefunden

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten sie offenbar die Absicht, das Material auf einer Porno-Seite im Internet zu veröffentlichen, um damit "finanziellen Gewinn" zu machen. Zudem seien die Videodateien nach Kategorien klassifiziert gewesen, basierend auf den physischen Eigenschaften der Opfer.

Darüber hinaus wurden weitere 1187 Videos gefunden, in denen der 44-Jährige Sex mit verschiedenen Frauen hat. Es ist nicht bekannt, ob sie mit deren Erlaubnis aufgenommen wurden. Außerdem 2300 Fotos von Minderjährigen. Plus 84 Gehäuse, in denen Cams versteckt werden können, sowie 27 Kameras mit Bewegungssensoren.

Die Ermittlungen dauern an. Ob noch weitere Personen an den Verbrechen beteiligt waren, werde in diesem Fall nicht ausgeschlossen.

Titelfoto: 123rf.com/Marcel Derweduwen

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