Partnerin über Jahre betäubt und vergewaltigt: Mann aus Sachsen nach Missbrauch angeklagt

Dresden - Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat einen Mann (47) angeklagt, der seine Partnerin (49) über Jahre hinweg betäubt und vergewaltigt haben soll.

Der Mann aus Großenhain soll Videos seiner grausamen Taten anschließend ins Netz geladen haben. (Symbolfoto)  © Arne Dedert/dpa

Die erschreckenden Taten sollen sich zwischen den Jahren 2009 und 2025 in einer gemeinsamen Wohnung und in einer Gartenlaube in Großenhain (Landkreis Meißen) abgespielt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Der Tatverdächtige habe sein Opfer in diesem Zeitraum mehrfach mit Betäubungsmitteln oder Alkohol wehrlos gemacht und sich an der Frau vergangen. Videoaufnahmen davon, wie er sich an seiner bewusstlosen Partnerin verging, soll der 47-Jährige anschließend ins Internet geladen haben.

In drei Fällen spricht die Staatsanwaltschaft dabei von Vergewaltigungen, in vier Fällen von sexuellem Missbrauch. Der Beschuldigte wurde im Februar festgenommen und sitzt seither in U-Haft.

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Die heute 49-Jährige soll aufgrund der Betäubungen lange Zeit keinen Schimmer von den kranken Taten ihres Partners gehabt haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe trennte sie sich von dem 47-Jährigen.

Die Staatsanwaltschaft verwies darauf, dass eine Recherche der Reporter von "STRG_F" die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatten, die zunächst von den Kollegen in Verden geführt und nun nach Dresden übersandt wurden.

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"STRG_F"-Reportage über Vergewaltiger-Netzwerk brachte Ermittlungen ins Rollen

Der Beschuldigte muss sich vor dem Landgericht Dresden wegen drei Vergewaltigungen und vier Fällen von sexuellen Missbrauchs verantworten. (Archivfoto)  © Robert Michael/dpa

Die unter anderem auf YouTube veröffentlichte Recherche mit dem Titel "Das Vergewaltiger-Netzwerk" gibt dabei schockierende Einblicke in Online-Gruppen, wo Männer ihre Partnerinnen betäuben, sich an ihnen vergehen und Videos davon anschließend verkaufen.

In Chat-Gruppen geben sich die Täter dabei explizite Anleitungen, mit welchen Substanzen sie ihre Opfer außer Gefecht setzen können, sodass sie von der Vergewaltigung nichts mitbekommen.

Für die betäubten Frauen besteht dabei häufig Lebensgefahr, denn die verabreichten Medikamente haben oftmals eine fragwürdige Herkunft und können leicht falsch dosiert werden.

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Ebenfalls wird in der Reportage das traumatische Schicksal einiger Frauen gezeigt, die teils jahrelang mit ihrem Partner in einer Beziehung sind, ohne zu wissen, dass sie von ihrem Gegenüber missbraucht werden und sich Tausende Nutzer im Netz daran ergötzen.

Im Fall des Mannes aus Großenhain entscheidet nun das Landgericht Dresden über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage. Der Beschuldigte selbst schwieg bisher zu den Vorwürfen.

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