Frauenbande foltert Kollegin mit Dildo und will ihre Fingernägel abreißen

Bülach - In Bülach in der Schweiz haben sich vier Frauen besonders grausam an einer Arbeitskollegin (21) vergangen. Ihr Motiv: Rache.

Das Opfer erlebte den blanken Horror, es wurde entführt, erniedrigt und schwer misshandelt. (Symbolbild)
Das Opfer erlebte den blanken Horror, es wurde entführt, erniedrigt und schwer misshandelt. (Symbolbild)  © 123rf.com/lightfieldstudios

Weil die 21-Jährige eine alleinerziehende Kollegin (25) bei der Schweizer Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde meldete und behauptet haben soll, dass diese eine schlechte Mutter sei, musste sie eine ganz Nacht lang eine entsetzliche Tortur durchmachen.

Wie "20 Minuten" berichtet, tat sich die Haupttäterin, eine 25-Jährige Kosovarin, dazu mit drei anderen Landsfrauen (23, 25, 29) zusammen.

Unter einem Vorwand lockte eine von ihnen die 21-Jährige auf einen Restaurant-Parkplatz, wo die anderen schon warteten. Sie überwältigten die junge Frau, die zur Tatzeit noch 20 Jahre alt war, und stießen sie in ein Auto. Dann fuhren sie mit ihr in einen Wald.

Laut Staatsanwalt nahmen sie "ihr das Mobiltelefon weg und begannen, sie einzuschüchtern, zu erniedrigen und nannten sie Schlampe".

Die 25-jährige Hauptbeschuldigte sei dabei ganz besonders brutal vorgegangen. Die Pflegeassistentin soll ihrem Opfer mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Sie verbot ihr auch, dabei zu weinen und drohte später, sie zu erstechen, wenn sie nicht still ist.

Später fuhren sie mit der leidenden Frau in eine Wohnung und schüchterten sie weiter ein. Sie zwangen sie auch, ihre künstlichen Fingernägel zu entfernen oder sie würden sie ihr abreißen.

Stundenlange Folter

Das Urteil über die vier mutmaßlichen Täterinnen soll am 9. Juli fallen. (Symbolbild)
Das Urteil über die vier mutmaßlichen Täterinnen soll am 9. Juli fallen. (Symbolbild)  © 123rf.com/olegdudko

Immer wieder habe sich das Opfer entschuldigt und um Vergebung gefleht. Ihre Peinigerinnen filmten sie dabei. Das reichte der Hauptangeklagten jedoch nicht!

Sie befahl der Geschädigten, sich auszuziehen und vor der Kamera zu posieren. Dabei sollte sie über ihre sexuellen Vorlieben sprechen und erklären, dass sie sexsüchtig sei. 

Später musste sie sich mit einem Dildo befriedigen. Laut Anklage führte ihr die Haupttäterin das Sexspielzeug auch noch brutal anal ein. Doch auch das reichte den mutmaßlichen Täterinnen noch längst nicht.

Sie schlugen ihr Opfer, ließen sich die Füße von ihr küssen und schnitten ihr schließlich die Haarverlängerungen ab. Zum Schluss klauten sie ihr noch 300 Franken (rund 280 Euro), bevor sie sie nach stundenlanger Folter auf einem Parkplatz aussetzten.

Als letzte Drohung gaben sie ihr mit auf den Weg, nicht zur Polizei zu gehen. Andernfalls würden sie dafür sorgen, dass sie als Zwangsprostituierte in Italien lande.

Verteidigung fordert Freispruch

Trotzdem alarmierte die 21-Jährige die Polizei. Wenige Tage später wurden die vier Frauen festgenommen, alle sitzen in U-Haft. Der Prozess gegen sie hat am 25. Juni begonnen, die Urteile werden am 9. Juli erwartet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Entführung, Freiheitsberaubung und sexuelle Nötigung vor. Selbst eine Tötung habe die Geschädigte den Beschuldigten zugetraut, so der Staatsanwalt.

Alle Angeklagten bestritten im Wesentlichen die Vorwürfe. Ihre Behauptung: Sie wollten mit der 21-Jährigen nur reden, die sei der Meinung gewesen, eine Strafe zu verdienen. Den Dildo habe sie freiwillig benutzt und sei auch zum Orgasmus gekommen. Die Hauptangeklagte habe dabei lediglich "geholfen".

Die Staatsanwaltschaft forderte Freiheitsstrafen von 33 bis 56 Monaten sowie einen Landesverweis. Größte Überraschung: Der Verteidiger der Hauptangeklagten plädierte auf Freispruch. Seine Mandantin habe Angst gehabt, dass die Behörden ihr ihren Sohn (5) wegnehmen würden. 

Alle vier sollen sich inzwischen beim Opfer entschuldigt haben.

Titelfoto: 123rf.com/lightfieldstudios

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