"Alles voller Blut": Frau mit Machete auf offener Straße getötet

Von Jens Albes und Sandra Trauner

Kelkheim/Frankfurt am Main - "Alles voller Blut. Ich bin um mein Leben gerannt", berichtete ein Augenzeuge: Nach einer tödlichen Attacke auf eine Frau auf offener Straße im hessischen Kelkheim sind grausame Details bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt nach eigenen Angaben wegen Mordes gegen einen 60-jährigen kroatischen Staatsangehörigen.

Mittlerweile haben viele Menschen Kerzen und Blumen am Tatort in der Kelkheimer Innenstadt abgelegt.  © Andreas Arnold/dpa

Der Mann soll am Dienstagabend seiner 58-jährigen Ehefrau, bei der es sich ebenfalls um eine kroatische Staatsangehörige handelte, mit einer Machete "mindestens 30 abgrenzbare Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Kopfes, Halses, Nackens und Oberkörpers zugefügt haben", so die Staatsanwaltschaft.

Die Tat ereignete sich vor einer Vielzahl von Zeugen, das Opfer starb noch am Tatort.

Die Umgebung des Tatorts war am Dienstagabend belebt. "Dort gibt es verschiedene Lokalitäten. Entsprechend hatten wir dann auch den Publikumsverkehr", sagte ein Polizeisprecher. Seelsorger seien vor Ort gewesen.

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"Das ist psychisch eine entsprechende Belastung, wenn man so etwas miterleben musste", ergänzte der Polizeisprecher.

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Staatsanwaltschaft: "Übersteigertes Besitzdenken und Eifersucht"

Mitarbeiter von Polizei und Rettungsdiensten versorgen Augenzeugen nach der tödlichen Attacke.  © Mike Seeboth/dpa

Der Mann habe "aus übersteigertem Besitzdenken und Eifersucht, in der Annahme, sie gehe ihm fremd", gehandelt, so die Staatsanwaltschaft.

Das Ehepaar war seit 1991 verheiratet, lebte aber seit etwa drei Jahren in Trennung, so die Staatsanwaltschaft. Die Frau habe den Mann aber zwischenzeitlich wieder in der ehelichen Wohnung aufgenommen.

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Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen

In der Nacht war die Polizei mit umfangreichen Maßnahmen zur Spurensicherung beschäftigt.  © Mike Seeboth/dpa

Den Wunsch der Frau, sich scheiden zu lassen, habe der Beschuldigte nicht akzeptiert. Er habe wiederholt gedroht, seine Ehefrau im Falle der Scheidung umzubringen.

"Seitens der Polizei unterbreitete Hilfsangebote lehnte die später Getötete in der Vorstellung, der Beschuldigte werde ihr nichts antun, da er sie noch liebe, ab", schildert die Staatsanwaltschaft die Vorgeschichte.

Der Tatverdächtige wurde der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Frankfurt vorgeführt, die Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes aus niedrigen Beweggründen erließ. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Erstmeldung vom 15. Juli um 6.52 Uhr; Update um 20.15 Uhr.

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