Baby stirbt unter "mangelbedingten Qualen": Eltern vor Gericht

Von Felix Müschen

Itzehoe - Wegen des Todes eines vier Monate alten Kindes hat am Dienstag der Prozess gegen deren Eltern vor dem Landgericht Itzehoe (Schleswig-Holstein) begonnen.

Die 24-jährige Mutter soll ihr Baby gemeinsam mit dem Vater des Kindes verhungern lassen haben.  © Markus Scholz/dpa

Den beiden 24-Jährigen wird vorgeworfen, gemeinschaftlich durch Unterlassen grausam einen Menschen getötet zu haben, sagte Staatsanwältin Maxi Wantzen beim Vortragen der Anklageschrift.

Die beiden Angeklagten sollen es unterlassen haben, den im Mai 2025 geborenen Säugling ausreichend mit Nahrung und Flüssigkeit zu versorgen, erklärte die Anwältin.

Die Eltern hätten willentlich in Kauf genommen, dass die Tochter nicht überleben werde. Schließlich sei das Kind unter "mangelbedingten Qualen" an den Folgen der Unterversorgung gestorben, hieß es. 

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Der vier Monate alte Säugling war Ende September in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) in seinem Zuhause gestorben – dem vorläufigen Obduktionsergebnis zufolge durch Verhungern. Der Prozess vor dem Landgericht Itzehoe geht voraussichtlich bis Ende Mai.

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