Von Wolfgang Jung
Frankenthal/Ludwigshafen - Weil er seine Ehefrau mit 43 Messerstichen getötet hat, ist ein Angeklagter aus Ludwigshafen wegen Mordes zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Dies teilte eine Justizsprecherin am Donnerstag mit. Das Landgericht Frankenthal sah es als erwiesen an, dass der Mann die 37-Jährige Anfang November 2025 in der gemeinsamen Wohnung aus Eifersucht und Wut mit einem Messer angegriffen hatte. Das Opfer starb an Blutverlust.
Der 40-Jährige habe vermutet, seine Ehefrau habe eine Beziehung zu einem anderen Mann, hieß es. Der Angeklagte hatte selbst den Notruf gewählt. Er ist dem Gericht zufolge türkischer Staatsangehöriger.
Das Gericht folgte mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage.
Angeklagter bittet die Familie der Getöteten um Verzeihung
Die Verteidigung hatte eine Verurteilung wegen Totschlags beantragt. Der Mann habe sich zum Tatzeitpunkt in einer psychischen Ausnahmesituation befunden.
Zum Abschluss des Prozesses habe der Angeklagte die Familie der Getöteten um Verzeihung gebeten, hieß es.