"Inoffizielle Ehefrau" erhebt Anspruch auf Millionenerbe und tötet Partner

Minot, North Dakota (USA) - Wenn die Geldgier die Liebe zum Partner übertrifft: Im US-Bundesstaat North Dakota hat eine Frau ihren Lebensgefährten tödlich vergiftet, der nur wenige Stunden zuvor einen Betrag in Millionenhöhe geerbt hatte. Die Polizei sprach von einem "äußerst komplexen Fall".

Steven Edward Riley Jr. (†51, l.) wurde von seiner langjährigen Partnerin Ina Thea Kenoyer (47, r.) grausam vergiftet.
Steven Edward Riley Jr. (†51, l.) wurde von seiner langjährigen Partnerin Ina Thea Kenoyer (47, r.) grausam vergiftet.  © Screenshot: Facebook/Steve Riley

30 Millionen US-Dollar (umgerechnet circa 28,4 Millionen Euro) markierten die Grenzen der Liebe von Ina Thea Kenoyer (47) zu ihrem Freund Steven Edward Riley Jr. (†51). Dieser starb im vergangenen Monat im Krankenhaus an einer Vergiftung, wie die Zeitung New York Post nun berichtete.

Riley Jr. war über einen Zeitraum von mehreren Tagen vergiftet worden. Seine Lebensgefährtin Kenoyer rief allerdings erst den Notruf, als der 51-Jährige nicht mehr ansprechbar war.

Die Autopsie seiner Leiche brachte die schockierende Wahrheit ans Licht: Bei dem Gift, das Riley Jr. innerhalb weniger Tage schmerzhaft tötete, handelte es sich um Frostschutzmittel.

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"Dieser Fall war äußerst komplex", sagte der Ermittlungskommandeur Dale Plessas von der Polizeibehörde der Stadt Minot in North Dakota. Schnell fiel der Verdacht auf Mord. Die mutmaßliche Täterin: Ina Thea Kenoyer.

Riley Jr. hinterlässt einen Sohn

Devon Riley, Sohn des Mordopfers aus einer vorangegangenen Beziehung, trauert um seinen Vater und schrieb am gestrigen Dienstag auf Facebook: "Ruhe in Frieden, Papa, mehr kann ich an diesem Punkt nicht sagen. Ich bin nur froh, dass wir die Wahrheit wissen ..."

Mörderin sah sich als Ehefrau mit Anspruch auf das Erbe

Laut Polizeiakten wurde Riley krank, als er sich am Anfang September mit seinem Anwalt traf, um die riesige Erbschaftssumme einzutreiben, wie Zeugen den Ermittlern berichteten.
Laut Polizeiakten wurde Riley krank, als er sich am Anfang September mit seinem Anwalt traf, um die riesige Erbschaftssumme einzutreiben, wie Zeugen den Ermittlern berichteten.  © Bildmontage/Screenshot: Facebook/Steve Riley

Kenoyer wurde wenige Tage nach dem Tod ihres Lebensgefährten festgenommen. Auf Facebook beteuerte die 47-Jährige in wirren und kryptischen Einträgen ihre Unschuld und behauptete, Riley Jr. habe Selbstmord begangen.

"An den Shafer, der mich fast umgehauen hätte: Das ist nicht 'verheiratet'. Hallo, Schatz, ich wünschte, ich würde nach jemandem suchen, aber nein, ich bin eine Ein-Mann-Frau, ein freundlicher Mensch, und Steve Riley der einzige Mann, den ich jemals wollte", schrieb Kenoyer.

Sie versuchte damit ihre vermeintliche Trauer um ihren langjährigen Lebensgefährten auszudrücken, ebenso wie die Tatsache, dass sie sich selbst als die treue Ehefrau von Riley Jr. sah, auch wenn nie eine formell gültige Ehe zustande kam.

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Laut Polizei habe der 51-Jährige jedoch kurz nach Erhalt seines 30-Millionen-Dollar-Erbes enthüllt, seine Beziehung mit Kenoyer an den Nagel zu hängen. Ein Detail, das den Verdacht auf Mord durch Vergiftung mit finanziellen Zielen verhärtete. Die Giftmörderin erhob als "inoffizielle Ehefrau" von Riley Jr. jedoch Ansprüche auf das Geld, die sie selbst gewaltsam durchsetzte.

Sie wurde wegen Mordes angeklagt und wird in einem Gefängnis in North Dakota festgehalten. Wie aus den Gerichtsakten hervorgeht, plant die 47-Jährige, sich vor Gericht selbst zu vertreten.

Titelfoto: Bildmontage/Screenshots: Facebook/Steve Riley (2)

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