Mia (†22) wurde vergewaltigt und verstümmelt - Gerichtsmediziner: "Ich habe so etwas noch nie erlebt"

Aalborg (Dänemark) - Im Fall der 2022 ermordeten Mia Skadhauge Stevn wurde Anklage erhoben. Die Polizei Nordjütland habe ihre umfangreichen Ermittlungen abgeschlossen, teilte die zuständige Staatsanwältin, Mette Bendix, mit.

Mia Skadhauge Stevn wurde im Februar 2022 ermordet. Sie wurde 22 Jahre alt.
Mia Skadhauge Stevn wurde im Februar 2022 ermordet. Sie wurde 22 Jahre alt.  © Screenshot TikTok/miriamlackaa

Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft haben sich zu Inhalten aus den Untersuchungsdokumenten geäußert und bitten die Öffentlichkeit um Verständnis, dass es nicht möglich ist, weitere Informationen vor Prozessbeginn am 7. Juni zu veröffentlichen, geht aus einer Pressemitteilung der Polizei hervor.

Beschuldigt wird in dem Fall ein 37 Jahre alter Mann. Er soll die 22-Jährige vergewaltigt und getötet zu haben. Außerdem wird er wegen unanständigen Umgangs mit einer Leiche angeklagt, das gehe aus der Anklageschrift hervor, wie der dänische Fernsehsender TV 2 Nyheder berichtet.

Die Anklageschrift gibt erstmals Einblick in die Geschehnisse, die vom Verschwinden der jungen Frau am 6. Februar vergangenen Jahres bis zum Fund ihrer Leiche vier Tage später passierten.

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Danach sei die Krankenpflegeschülerin nach einer Feier in den Morgenstunden in Aalborg unterwegs und offenbar betrunken gewesen, als ihr der beschuldigte Handwerker angeboten haben soll, sie in seinem Lieferwagen mitzunehmen.

Doch statt sie nach Hause zu bringen, sei er gegen ihren Willen in ein verlassenes Waldgebiet und anschließend zu seinem Haus Flauenskjold nördlich von Aalborg gefahren.

Gerichtsmediziner schockiert über die Größenordnung der Zerstückelung

Der Fall soll an neun Prozesstagen vom 7. bis 29. Juni 2023 vor einem Gericht in Aalborg verhandelt werden. (Symbolbild)
Der Fall soll an neun Prozesstagen vom 7. bis 29. Juni 2023 vor einem Gericht in Aalborg verhandelt werden. (Symbolbild)  © 123rf.com/stockstudio44

Dort habe er sein wehrloses Opfer mehrfach unter Anwendung von Gewalt mindestens sechs Stunden lang sexuell missbraucht. Zum Schluss habe er die Frau unter anderem durch Ersticken und Verstümmeln getötet.

Nach dem Mord, der zwischen dem 6. und 9. Februar passierte, zerstückelte der Mann sein Opfer mit verschiedenen Werkzeugen, darunter eine elektrische Säge, ein Messer und eine Schere, in 231 Einzelteile und verteilte diese an verschiedenen Stellen in einem Waldgebiet rund 35 Kilometer von Aalborg entfernt.

Der Handwerker und ein weiterer Mann wurden am 9. Februar festgenommen. Der mögliche Komplize wurde jedoch am nächsten Tag freigelassen und später vom Verdacht der Tötung freigesprochen.

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Ebenfalls am 10. Februar gab die Polizei bekannt, dass sie menschliche Überreste in Dronninglund Storskov gefunden habe. Zwei Tage später bestätigte die Behörde, dass es Mia Skadhauge Stevn war.

Der pensionierte Gerichtsmediziner Hans Petter Hougen sagte gegenüber der dänischen Boulevardzeitung B.T., er habe "noch nie eine so stark zerstückelte Leiche gesehen." Beim Zerkleinern der Leiche muss der Täter äußerst brutal vorgegangen sein.

Hougen habe mehr als 12.000 Leichen obduziert und schon viel erlebt, aber nie von einer so umfangreichen Sektion gehört. Diese Größenordnung sei selbst für den hartgesottenen Mediziner schockierend gewesen.

Titelfoto: Screenshot TikTok/miriamlackaa (2)

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