Ermittler über Anblick entsetzt: Prostituierte (†31) über Wochen brutal misshandelt und zu Tode gequält

Koblenz - Wegen des gemeinschaftlichen grausamen Mordes an einer 31 Jahre alten Prostituierten ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen eine 40-jährige Frau und einen 47 Jahre alten Mann.

Das Opfer wurde noch vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Für die 31-Jährige kam aber jede Hilfe zu spät. (Symbolbild)
Das Opfer wurde noch vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Für die 31-Jährige kam aber jede Hilfe zu spät. (Symbolbild)  © 123RF/udo72

Sowohl Opfer als auch die mutmaßlichen Täter sind bulgarische Staatsbürger. Die Tatverdächtigen befinden sich laut dem Oberstaatsanwalt in Untersuchungshaft in einer JVA in Rheinland-Pfalz.

Die Tat geschah bereits in der vergangenen Woche, aus ermittlungstaktischen Gründen wurde die Öffentlichkeit aber erst am heutigen Donnerstag informiert.

Laut der Staatsanwaltschaft war um 1.25 Uhr am frühen Morgen des 22. Novembers bei der Rettungswache in Koblenz ein Notruf eingegangen. In einer Wohnung befände sich eine Frau, die dringend Hilfe benötige.

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Die Rettungskräfte fanden dann in der besagten Wohnung die 31-Jährige vor. Sie war bewusstlos und hatte bereits einen Herzstillstand erlitten. Nach der Erstversorgung wurde die Frau noch in ein Koblenzer Krankenhaus gebracht, allerdings kam für sie jede Hilfe zu spät.

Oberstaatsanwalt: Bild des Opfers selbst für "erfahrene Ermittler verstörend"

Die Obduktion legte den Verdacht nahe, dass das Opfer über einen längeren Zeitraum in menschenverachtender Weise misshandelt und gequält wurde. (Symbolbild)
Die Obduktion legte den Verdacht nahe, dass das Opfer über einen längeren Zeitraum in menschenverachtender Weise misshandelt und gequält wurde. (Symbolbild)  © 123RF/sudok1

Weiter berichtete die Staatsanwaltschaft, dass sich die 31-Jährige, die offenbar als Prostituierte gearbeitet hatte, bei ihrem Auffinden in einem "katastrophalen Gesamtzustand" befunden habe mit Verletzungen am ganzen Körper.

Die Obduktion ergab demnach, dass die Bulgarin vor ihrem Tod über einen längeren Zeitraum wiederholt misshandelt und letztlich zu Tode gequält wurde.

Im Rahmen der Ermittlungen kam die Polizei dann bald den beiden Tatverdächtigen auf die Spur, die ebenfalls im Rotlichtmilieu arbeiteten. Sichergestellte Beweismittel, darunter diverse Fotos, hätten den schrecklichen Verdacht bestätigt, dass die 31-Jährige über einen langen Zeitraum massiv misshandelt worden war.

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"Die sichergestellten Fotos wie auch das äußere Erscheinungsbild des gequälten Opfers sind selbst für erfahrene Ermittler verstörend und offenbaren eine menschenverachtende Grausamkeit, die erschütternd und abstoßend ist", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt.

Die beiden Beschuldigten seien bereits am 23. November festgenommen worden, hätten sich bislang aber nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Titelfoto: 123RF/udo72

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