Schüsse in Jugendeinrichtung: Getötete Mutter hinterlässt kleine Kinder, kurz zuvor starb deren Vater

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Von Thomas Strünkelnberg

Stade/Hannover - Nach den tödlichen Schüssen in Stade nehmen viele Menschen Anteil am Schicksal der Opfer - und dem zweier kleiner Kinder.

Spezialisten waren am Tatort, einem Gebäude einer Jugendeinrichtung, mit der Spurensicherung beschäftigt.
Spezialisten waren am Tatort, einem Gebäude einer Jugendeinrichtung, mit der Spurensicherung beschäftigt.  © Jörn Hüneke/dpa

Für die Drei- und Vierjährigen, deren Mutter getötet wurde, kamen über die Spendenplattform GoFundMe binnen kurzer Zeit mehr als 620.000 Euro zusammen. 

Nach Angaben der Spendenseite beteiligten sich bis Freitagmittag über 24.000 Menschen an der Aktion. Dem Aufruf zufolge hatten die beiden Drei- und Vierjährigen wenige Wochen zuvor schon ihren Vater verloren.

"Am 9. Juni nahm die Familie Abschied vom Vater der Kinder. Nur 20 Tage später wurde auch ihre Mama viel zu früh aus dem Leben gerissen", steht in dem Aufruf.

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Auf der Spendenseite heißt es über die 32-Jährige: "Sie war eine außergewöhnliche Frau. Eine liebevolle Mutter, eine starke Persönlichkeit und ein Mensch mit einem unglaublich großen Herzen."

Weiter heißt es dort: "Ihre eigenen Kinder waren ihr größter Schatz. Sie waren ihr Stolz, ihre Freude und ihr Ein und Alles. Sie hat ihnen Liebe, Geborgenheit und Sicherheit geschenkt und alles dafür getan, dass es ihnen gut geht. Auch nach dem Verlust ihres Mannes blieb sie stark und kämpfte jeden Tag für ihre beiden Kinder."

Nach Schüssen in Stade: Zurückgelassenen Kindern soll sicherer Start in die Zukunft ermöglicht werden

Ein Stadtsuperintendent des Kirchenkreis Hannover führte am Mittwoch in der Marktkirche durch eine Andacht für die Verstorbenen in Stade.
Ein Stadtsuperintendent des Kirchenkreis Hannover führte am Mittwoch in der Marktkirche durch eine Andacht für die Verstorbenen in Stade.  © Moritz Frankenberg/dpa

Mit dem Geld solle den Kindern ein möglichst sicherer Start in die Zukunft ermöglicht werden. Dabei gehe es um Versorgung, Betreuung, Bildung, mögliche therapeutische Unterstützung sowie Kosten rund um die Beerdigung.

Wie der weitere Weg der Kinder aussehe, sei noch ungewiss. 

Die Plattform GoFundMe teilte auf Anfrage mit: "Unser Team für Vertrauen und Sicherheit ist in Kontakt mit der Organisatorin, um sicherzustellen, dass die betroffene Familie beziehungsweise ein Vormund der Kinder als Spendenbegünstigte hinterlegt wird." So werde sichergestellt, dass alle gesammelten Gelder an die im Spendenaufruf genannten Menschen gingen. 

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Ein 45 Jahre alter Mann soll im Kontext eines Sorgerechtsstreites um seine kleine Tochter geschossen haben, vier Frauen und zwei Männer wurden brutal aus dem Leben gerissen.

Titelfoto: Jörn Hüneke/dpa

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