Nach Brandanschlag in Solingen: Justiz gibt Gesundheits-Update zu Schwerverletzten

Solingen - Nach dem verheerenden Brand mit vier Toten in einem Solinger Wohnhaus sind die drei Schwerverletzten außer Lebensgefahr.

Bei dem verheerenden Feuer kam eine bulgarische Kleinfamilie ums Leben - von den Tätern fehlt weiter jede Spur.
Bei dem verheerenden Feuer kam eine bulgarische Kleinfamilie ums Leben - von den Tätern fehlt weiter jede Spur.  © Christoph Reichwein/dpa

Ihr Zustand sei mittlerweile stabil, sie sollen nun nach und nach von der Intensivstation auf Normalstationen verlegt werden, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am heutigen Dienstag. Für eine Vernehmung sei es aber noch zu früh.

Bei der Tätersuche gebe es keinen neuen Stand. Die Ermittlungen gehen weiter. Sachverständige gehen nach einer ersten Analyse von vorsätzlicher Brandstiftung aus: Im Treppenhaus waren Spuren eines Brandbeschleunigers entdeckt worden.

Das hölzerne Treppenhaus eines Altbaus hatte am 25. März binnen Minuten in Flammen gestanden. Eine aus Bulgarien stammende Familie, die im Dachgeschoss wohnte, hatte sich nicht mehr retten können.

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Die 28 und 29 Jahre alten Eltern und zwei Mädchen im Alter von drei Jahren sowie wenigen Monaten kamen ums Leben.

Einen dringend Tatverdächtigen gab es am Dienstag zunächst weiterhin nicht. Ein vorläufig festgenommener Mann war am Freitag wieder auf freien Fuß gekommen, nachdem sein Alibi überprüft und bestätigt worden war.

Hinweise auf einen rassistischen Hintergrund liegen laut Staatsanwaltschaft weiter nicht vor.

Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa

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