Von Marcel Gnauck
Göppingen - Nachdem ein 19-jähriger Fahranfänger eine Fußgängerin in Göppingen totgefahren hat, werden die Ermittlungen zur Unfallursache vermutlich Wochen dauern.
Schon in der Nacht sei ein Gutachter vor Ort gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Der junge Autofahrer habe am Samstagabend beim Abbiegen zwei Fußgänger erfasst, die gerade die Straße überquerten. Zeugen schilderten bei der Polizei, der Wagen habe beim Anfahren sehr stark beschleunigt.
Ob der junge Mann zu schnell unterwegs war und seine Geschwindigkeit mit Grund für den tödlichen Unfall gewesen sei, muss nun von dem Gutachter ermittelt werden.
Auch die Dunkelheit könne eine Rolle gespielt haben, sagte eine Sprecherin. Der Gutachter vermaß unter anderem die Unfallstelle, begutachtete Schäden am Fahrzeug und sichtete Spuren auf der Straße.
Zentrale Frage bei dem Gutachten werde sein, ob der Unfall hätte verhindert werden können, wenn der 19-Jährige langsamer gefahren wäre. Bis das Gutachten fertiggestellt sei, werde es unter Umständen Wochen dauern, führte die Sprecherin aus. Danach werde die Staatsanwaltschaft entscheiden, wie es weitergehe.
Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde die 57-jährige Fußgängerin am Samstagabend so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort starb.
Auch ein 50 Jahre alter Mann wurde schwer verletzt, er musste mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Der 19 Jahre alte Autofahrer und seine 18-jährige Beifahrerin erlitten den Angaben zufolge leichte Verletzungen.