25-Jähriger nach Razzia in NRW wegen Terrorverdacht im Gewahrsam
Von Frank Christiansen
Remscheid - Nach der Razzia wegen Terrorverdachts in Remscheid und Solingen am Dienstag ist der Verdächtige in einem 14-tägigen Gewahrsam.
Das Amtsgericht in Solingen habe dieser Maßnahme zugestimmt, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf am Mittwoch.
Die Verdachtslage reiche derzeit für einen Haftbefehl und Untersuchungshaft nicht aus. Der 25-jährige Syrer habe sich in seiner Vernehmung widersprüchlich geäußert. Er sei bislang nicht vorbestraft.
Die Ermittler gehen einem Terrorverdacht im Frühstadium nach. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der Mann versucht hat, Kontakt zur Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) aufzunehmen.
Der Tatvorwurf lautet "Verdacht der Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer terroristischen Straftat".
Es handele sich um einen Anfangsverdacht. Durchsucht wurden seine Wohnung in Remscheid und die seiner Eltern in Solingen. Die dabei sichergestellten Beweisträger würden nun ausgewertet. Das Gewahrsam kann einmalig für weitere 14 Tage verlängert werden. Für den Mann gelte die Unschuldsvermutung.
Titelfoto: Friso Gentsch/dpa
