75-Jähriger führt jahrelange "Fernbeziehung", dann folgt das böse Erwachen

Bergisch Gladbach - Ein 75-Jähriger ist Opfer einer Betrugsmasche geworden. Der Mann hatte eine Frau über ein Internetportal kennengelernt und seiner vermeintlichen Herzdame insgesamt 17.000 Euro überwiesen.

Der 75-Jährige hatte die Frau über ein Internetportal kennengelernt. (Symbolbild)
Der 75-Jährige hatte die Frau über ein Internetportal kennengelernt. (Symbolbild)  © 123rf/terovesalainen

Immer wieder warnt die Polizei vor Betrug durch Love Scamming - für einen 75-Jährigen kam leider jede Warnung zu spät.

Wie ein Sprecher der Beamten mitteilte, war der Mann am Mittwochnachmittag auf der Polizeiwache in Bergisch Gladbach erschienen, um Strafanzeige zu erstatten. Demnach hatte er vor einer Weile eine marokkanische Frau über das Internet kennengelernt und seiner Meinung nach eine Fernbeziehung mit der Dame geführt.

Im Laufe der Jahre überwies der 75-Jährige seiner vermeintlichen Herzensdame, die angeblich Geld für einen Hausbau benötigte, immer wieder hohe Beträge. Dem Rentner erzählte sie, dass sie die Zahlungen brauche, weil es immer wieder Fehlschläge durch Fehlplanungen beim Hausbau gegeben habe.

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Gutgläubig und um seine vermeintliche Partnerin zu unterstützen, überwies der Mann die geforderten Beträge von insgesamt 17.000 Euro auf das marokkanische Konto.

Die Frau hatte dem 75-Jährigen stets versichert, das Geld zurückzahlen zu wollen - jüngst erfolgte für den Mann jedoch das böse Erwachen. Die Polizei nahm schließlich seine Strafanzeige wegen Betrugs entgegen.

Polizei warnt vor Internet-Betrügern

Die Beamten warnten ausdrücklich vor der Betrugsmasche.
Die Beamten warnten ausdrücklich vor der Betrugsmasche.  © 123RF/animaflorapicsstock

Die Polizei nahm den jüngsten Fall zum Anlass, noch einmal ausdrücklich vor virtuellen Bekanntschaften aus dem Internet zu warnen.

"In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind die Scammer auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft - und zwar einzig und allein mit dem Ziel, an das Geld der Opfer zu gelangen", erklärte ein Polizeisprecher.

Fremden sollte grundsätzlich kein Geld überwiesen werden. "Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch."

Titelfoto: 123rf/terovesalainen

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