Amok-Alarm an Schule: Anrufer berichtet von Messer-Attacke, jetzt rückt er selbst in den Fokus

Hof - Ein anonymer Anruf versetzte die Polizeiinspektion Hof kurz vor 11 Uhr am Montag in Alarmbereitschaft. Eine bislang unbekannte Person berichtete den Einsatzkräften von einer angeblichen Gewalttat an der Schule. Nach dessen Angaben sollen dabei mehrere Personen durch ein Messer verletzt worden sein.

Die Polizei ermittelt an der Realschule in Hof.  © NEWS5 / Stephan Fricke

Am Nachmittag galt der Einsatz als beendet, die Hinweise auf eine Gewalttat bestätigten sich nicht, so die Polizei. Nun werde wegen des Vortäuschens einer Straftat ermittelt. "Im Falle einer Täterermittlung drohen empfindliche Strafen", so die Beamten.

Während des Polizeieinsatzes an der Realschule und dem Gymnasium in der Max-Reger-Straße blieben die Schülerinnen und Schüler, die regulär am Unterricht teilnahmen, in ihren Klassenzimmern und wurden dort von Lehrkräften betreut, so die Beamten.

Jugendliche, die sich außerhalb der Klassenräume im Schulgebäude aufhielten, brachten die Einsatzkräfte zu einem Sammelplatz im Freien.

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Mehr als 1200 Schüler waren von den Maßnahmen betroffen. Polizisten begleiteten sie aus dem Gebäude, anschließend fuhren Busse zu einer Sammelstelle an der Freiheitshalle. Dort betreuten Kräfte des Rettungsdienstes, der Stadt Hof sowie der polizeilichen Betreuungsgruppe die Kinder.

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Zahlreiche Polizeiautos sind vor Ort.  © NEWS5 / Stephan Fricke

Einsatz an Schulgelände in Hof: Polizei ermittelt wegen Vortäuschen Straftat

Für besorgte Eltern war eine neue Anlaufstelle in der an der Freiheitshalle (Kulmbacher Straße 4) eingerichtet worden. Zuvor war es zwischen Ossecker Straße, Mozartstraße und August-Mohl-Straße zum Verkehrschaos gekommen, weil zu viele Menschen zu einer ersten Sammelstelle in der Nähe gekommen waren.

"Das Vortäuschen einer Notlage, um einen Polizeieinsatz auszulösen, erfüllt in Deutschland den Straftatbestand des Missbrauchs von Notrufen sowie das Vortäuschen einer Straftat. Neben Freiheits- oder Geldstrafen können auch weitreichende finanzielle Regressforderungen aufgrund der umfassenden Einsatzkosten drohen", erklärte die Polizei zu den Konsequenzen des Falls.

Erstmeldung 12.45 Uhr, zuletzt aktualisiert 15.40 Uhr

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