Von Frank Christiansen
Düsseldorf - Ein Autofahrer (34) soll seinen Wagen absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in das Schaufenster eines Supermarktes in Düsseldorf gelenkt haben.
Sowohl der Fahrer als auch ein Kunde in dem Geschäft seien dabei leicht verletzt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Staatsanwaltschaft wertet den Vorfall als versuchten Totschlag.
Zeugen hätten berichtet, das Auto sei am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr mit hoher Geschwindigkeit durch die Schaufensterscheibe in den Laden an der Markenstraße gerast und dort zum Stehen gekommen. Der 34-jährige Fahrer wurde festgenommen und sollte einem Haftrichter vorgeführt werden.
Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Zur Motivation des türkischen Verdächtigen machten die Ermittler zunächst keine Angaben.
Die Feuerwehr teilte mit, dass sie gegen 19.30 Uhr durch den automatischen Notruf (eCall) des Wagens alarmiert worden sei. Rettungskräfte hätten die beiden Verletzten vor Ort untersucht und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Das Ladenlokal wurde kontrolliert, aber es wurden keine weiteren Verletzten entdeckt. Schäden an der Statik des Gebäudes waren nach erster Einschätzung nicht festzustellen.