19-Jähriger will Selbstmord von Freund verhindern und stirbt dabei selbst

Zeitlofs/Bad Kissingen - In Unterfranken ist ein junger Mann beim Versuch, einen Bekannten von einem Suizid abzuhalten, selbst ums Leben gekommen.

Der 19-Jährige erlag zwei Tage später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. (Symbolbild)
Der 19-Jährige erlag zwei Tage später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. (Symbolbild)  © dpa/Nicolas Armer

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten, wollte der 19-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen den fünf Jahre älteren Mann von einer Autofahrt abhalten, nachdem dieser eine Selbsttötung angekündigt haben soll.

Deswegen stellte sich der 19-Jährige vor den Wagen, doch der 24-Jährige soll trotzdem losgefahren sein.

Der Helfer konnte sich den Ermittlungen zufolge noch einige Meter auf der Motorhaube halten, ehe er von dem fahrenden Auto stürzte und dabei schwer verletzt wurde und später starb.

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Der tragische Fall hatte sich bereits am frühen Morgen des 15. August in Zeitlofs (Landkreis Bad Kissingen) zugetragen.

Mehrere Freunde sollen zunächst in einer Bar gewesen sein, ehe der 24 Jahre alte Mann suizidale Gedanken geäußert haben soll.

Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags

Der 19-Jährige wurde nach dem Unglück von einem Notarzt behandelt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, wo er zwei Tage später seinen Verletzungen erlag.

Der Fahrer wurde zunächst in einem Bezirkskrankenhaus behandelt. Mittlerweile sei ein Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen worden.

Am Donnerstag sei der 24-Jährige daher in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über versuchte Suizide oder Selbstverletzungen. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: dpa/Nicolas Armer

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