Bäuerin will Krähe abschießen - stattdessen trifft sie das Nachbarhaus

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Reute (Schweiz) - Eine Landwirtin aus dem schweizerischen Reute griff zur Waffe, um ihre Hühner vor einer Krähe zu beschützen. Doch statt den Vogel zu erwischen, schlug der Schuss im Nachbarhaus ein.

Der Schuss traf die Fensterscheibe des Nachbarhauses.
Der Schuss traf die Fensterscheibe des Nachbarhauses.  © Bildmontage: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden

Bereits am Samstag entdeckte die 58-Jährige aus Schachen bei Reute eine Krähe, die anscheinend interessiert um ihre Hühner und deren frisch gelegte Eier herumflog.

Die Landwirtin schien sofort das Bedürfnis zu verspüren, ihre Tiere zu verteidigen, denn kurzerhand griff sie zu ihrem Flobertgewehr und nahm die Krähe ins Visier.

Wie die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden berichtet, verfehlte sie den Vogel und traf stattdessen die Fensterscheibe eines benachbarten Wohnhauses. Das abgefeuerte Projektil soll dann in einem Zimmer gegen die Wand geprallt sein.

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Allzu viele Sorgen, dass sie im Nachbarhaus jemanden getroffen haben könnte, machte sich die Bäuerin anscheinend nicht. Erst am Dienstag meldete die Anwohnerin den Schaden in ihrem Haus der Polizei. Verletzt wurde demnach niemand.

Die Kantonspolizei AR ermittelt nun zu der Hühner-Schutzaktion. (Symbolfoto)
Die Kantonspolizei AR ermittelt nun zu der Hühner-Schutzaktion. (Symbolfoto)  © Christiane Oelrich/dpa

Krähenjagd ist in der Schweiz nicht verboten

Die Kantonspolizei AR ermittelt nun zu den Umständen. Für die Landwirtin hat die Hühner-Schutzaktion jedoch definitiv ein Nachspiel, sie hat eine Anzeige wegen Gefährdung des Lebens am Hals. Auch Verstöße gegen das Waffen-, Jagd- und Tierschutzrecht werden geprüft.

Die Polizei wies darauf hin, dass das Erlegen von Krähen in der Schweiz nicht generell verboten ist. Bestimmte Krähenarten würden zu den jagdbaren Vogelarten gehören, dennoch dürften sie nur unter strenger Einhaltung der eidgenössischen und kantonalen Jagdvorschriften erlegt werden.

Titelfoto: Bildmontage: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden / Christiane Oelrich/dpa

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