Behörde schon im Feierabend: Polizei muss Transporter mit über 1000 Küken ziehen lassen

Kaiserslautern - Im Zuge einer Grenzkontrolle stießen Polizeibeamte in Rheinland-Pfalz auf über 1000 Küken in einem Transporter. Retten konnten sie die Tiere nicht.

Die Tiere wurden in jämmerlichen Kartons über die Grenze transportiert.
Die Tiere wurden in jämmerlichen Kartons über die Grenze transportiert.  © Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern

Die insgesamt 1020 lebenden Küken wurden ohne Zugang zu Nahrung in erbärmlichen Kartons von Frankreich nach Deutschland transportiert, wie die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern am Freitag mitteilte. Die Kartons hatten lediglich ein paar Öffnungen für die Luftzufuhr.

Der Fahrer (20) des Wagens, der am Donnerstagabend am Grenzübergang B9/Bienwald gestoppt wurde, gab an, die Tiere für einen Freund in Frankreich abgeholt zu haben und sie nun zu einem Geflügelhof nach Uelzen (Niedersachsen) zu verfrachten. Gültige Transportdokumente konnte er für die mehrstündige Fahrt allerdings nicht vorlegen.

Doch die Zeit sollte an jenem Tag gegen die Küken laufen. Da das zuständige Veterinäramt gegen 18.40 Uhr nicht mehr zu erreichen war, berieten sich die Einsatzkräfte mit einem anderen Veterinäramt und kamen zu dem Schluss, die Küken nicht einzukassieren und den Transporter weiter zum Geflügelhof passieren zu lassen.

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"Eine adäquate Unterbringung der Küken in dieser Größenordnung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich", schrieb die Polizei.

Während der zwitschernde Hühner-Nachwuchs damit weiter seinem sicheren Tod entgegenfahren musste, wird derweil ein möglicher Verstoß gegen die Tierschutztransportverordnung geprüft.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern

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