Hohenwarthe - Andere trinken um 9.30 Uhr vielleicht noch Kaffee, bei dieser Schiffsbesatzung zeigte der Alkoholtest bereits deutliche Promillewerte.
Die Wasserschutzpolizei Magdeburg hat am Freitagmorgen ein Güterschiff in der Mittellandkanal-Schleuse Hohenwarthe gestoppt.
Bei dem belgischen Schiffsführer stellten die Einsatzkräfte einen Atemalkoholwert von 1,49 Promille fest.
Auch der an Bord befindliche rumänische Steuermann war betrunken. Seine Aufgabe war es, das Schiff in der Schleuse zu befestigen und wies laut Polizei einen Wert von 1,33 Promille auf.
Da sich das Schiff zu diesem Zeitpunkt bereits in der Schleusenkammer befand, konnten die beiden Männer ihre Fahrt nicht fortsetzen. Nach Einschätzung der Beamten waren sie aufgrund ihrer Alkoholisierung nicht mehr in der Lage, den Frachter sicher zu manövrieren.
Damit die Schleuse nicht länger blockiert wird, wurde über das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe kurzfristig ein qualifizierter Schiffsführer angefordert.
Dieser übernahm das Schiff und fuhr es aus der Schleusenkammer. Dadurch konnte der Betrieb der Schleuse ohne größere Verzögerungen wieder aufgenommen werden.
Die Wasserschutzpolizei veranlasste eine Blutprobenentnahme und sprach gegenüber der Besatzung ein vorläufiges Fahrverbot aus. Dieses gilt so lange, bis die verantwortlichen Besatzungsmitglieder wieder nüchtern und fahrtüchtig sind.
Gegen den Schiffsführer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Zudem wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eröffnet.