Bizarrer Vorfall im Zug: 20-Jähriger schlägt Mann wegen Toilettengang ins Gesicht
Ludwigsburg - Ein vermeintlich zu langer Toilettengang hat in der Nacht zum Donnerstag in einem Metropolexpress kurz vor Ludwigsburg zu einer handfesten Auseinandersetzung geführt. Zwei Männer gingen nach einem Streit mit Fäusten und einem Holzstock aufeinander los.
Wie die Bundespolizei mitteilte, ereignete sich der kuriose Vorfall gegen 0.30 Uhr. Ein 48-jähriger Fahrgast befand sich auf der Zugtoilette. Der Toilettengang dauerte einem 20-Jährigen mit armenischer Staatsangehörigkeit jedoch offenbar zu lange.
Als der 48-Jährige das stille Örtchen schließlich verließ, entbrannte ein Streit zwischen den beiden Fahrgästen, der kurze Zeit später eskalierte. Der 20-Jährige schlug seinem Kontrahenten laut Ermittlungen mit der Faust ins Gesicht.
Der 48-jährige deutsche Staatsangehörige wehrte sich daraufhin auf ungewöhnliche Weise. Zeugenaussagen zufolge bedrohte er den jüngeren Mann mit einem Holzstock.
Am Bahnhof in Ludwigsburg war die Fahrt für die beiden Streithähne dann beendet. Polizeibeamte nahmen die Tatverdächtigen in Empfang und kontrollierten sie.
Der 48-Jährige erlitt durch den Faustschlag leichte Verletzungen und musste medizinisch versorgt werden. Die Bundespolizei hat gegen beide Männer Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie der Bedrohung eingeleitet.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa
