Bombenalarm am Münchner Flughafen: Herrenloser Koffer löst Großeinsatz aus

Von Hannah Tahedl und Paulina Sternsdorf

München - Ein herrenloser Koffer hat am Freitagnachmittag am Münchner Flughafen einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte ausgelöst. Der Verdacht auf eine mögliche Bombe stand im Raum.

Ein Sprengstoffspürhund der Bundespolizei untersucht den Koffer.
Ein Sprengstoffspürhund der Bundespolizei untersucht den Koffer.  © Bundespolizeidirektion München

Nach Angaben der Bundespolizei kam es zu dem größeren Einsatz an Terminal 1, dabei wurde auch ein Mann, der mögliche Besitzer des Gepäckstücks, festgehalten.

Der 44-jährige Deutsche verhielt sich zuvor gegenüber den Flughafenmitarbeitern aggressiv und behauptete, der Koffer gehöre ihm und darin befinde sich eine Bombe.

Da der Mann stark alkoholisiert war, sperrten die Bundespolizisten den Bereich demnach am Freitag ab. Um den Koffer zu überprüfen, seien unter anderem ein Sprengstoffspürhund und Spezialkräfte im Einsatz gewesen, teilte die Polizei mit. Nach der Überprüfung wurde Entwarnung gegeben - in dem Koffer waren lediglich Kleidung und Hygieneartikel.

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Der Inhalt des Koffers deutete jedoch auf einen anderen Besitzer hin. Nach Angaben der Bundespolizei stand der 44-Jährige nicht in Verbindung mit dem Gepäckstück.

Gegen ihn wird deswegen jetzt nicht nur wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt, sondern auch wegen Verdachts auf Diebstahl. Außerdem müsse er sich auf eine Rechnung für den Polizeieinsatz einstellen.

Titelfoto: Bundespolizeidirektion München

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